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D: 70% Türken wählen Erdogan - am Bosporus nur 53%

In Essen erhielt Erdogan 76,3 Prozent, in Düsseldorf 70,5 Prozent, in Stuttgart 68,8 Prozent. Die Türkei-Wahl zeigt, wie Integrationsbemühung im großen Maß vergeblich sind.

 

In vielen Städten zogen Autokorsos durch die Straßen, türkische Flaggen wurden geschwenkt und die hier schon länger lebenden Türken feierten frenetisch ihren neuen Führer. Mit dem Wahlsieg hat Erdogan seine Macht ausgebaut und den Weg zum Präsidialsystem bereitet. Er schafft das Amt des Ministerpräsidenten ab und erhält dadurch wesentlich mehr Befugnisse. Jetzt ist er Staats- und Regierungschef zugleich. Die Türkei als Land erhält den letzten Feinschliff zur Diktatur.

Das Wahlergebnis - am Bosporus bekam Erdogan nur 53 Prozent der Stimmen; in Deutschland wählten ihn dagegen 65 Prozent der hier lebenden Türken - war absehbar und übertraf sogar die kühnsten Erwartungen der Anhänger. Sich nun verwundert die Augen zu reiben, ist nicht angemessen. Natürlich sind die Schuldigen längst gefunden: Es soll - wie üblich - an den zu geringen Integrationsbemühungen Deutschlands liegen.

AfD kommentiert auf FB: Und hier wird der eigentliche Witz rund: Deutschland lässt Ditib als Erdogans Spitzelorganisation frei gewähren, man katzbuckelt spätestens seit dem Flüchtlingspakt, zahlt Milliarden an die Türkei und lässt deutsche Krankenkassenbeitragszahler die Kosten für in der Türkei lebende türkische Angehörige seit Jahrzehnten aufbringen. Zusätzlich die großartige Wahlkampfhilfe von Özil und Gündogan, die Merkel auch noch beklatschen lässt. Ein einziger Irrsinn, der immerhin von 1,4 Millionen wahlberechtigten Türken die Hälfte für Erdogan stimmen ließ.

Die Frage, warum so viele Türken in Deutschland Erdogan ihre Stimme gegeben haben, ist unterm Strich zweitrangig. Viel entscheidender ist doch, warum seine 700.000 Anhänger nicht einfach die Koffer packen, um postwendend in sein Reich zu immigrieren. Das wäre nur fair, denn sie scheinen sich in der liberalen Demokratie, die Deutschland auszeichnet, nicht aufgehoben zu fühlen. Den Landsleuten in der Heimat muten sie dagegen eine Diktatur zu. Diese sollten sie selbst erleben.

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