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Secure Boot

Software-Lobby will verhindern, dass User "geklaute" Betriebssysteme nutzen. Dazu soll es ein "Secure Boot" geben, welches den Computer nur noch startet, wenn einwandfrei nachgewiesen ist, dass man auch das Recht dazu hat. Ein neuer Sargnagel in Sachen Überwachung und Kontrolle.


 
Stellungnahme der "Piraten" zu "Secure Boot"

Die Piratenpartei Deutschland unterstützt die Kampagne der Free Software Foundation gegen »Secure Boot« . Mit »Secure Boot« wird über die fest im Gerät verankerte Firmware die Nutzung von unautorisierten Betriebssystemen und Hardware-Komponenten verhindert oder zumindest erschwert. Der Benutzer verliert somit die Kontrolle darüber, welche Software er auf seinem eigenen Rechner nutzen kann. Die PIRATEN sprechen sich für das Recht am eigenen Gerät und gegen eine digitale Entmündigung aus.
 
»Der Käufer ist der Eigentümer seines Gerätes. Der Hersteller darf dem Käufer nicht vorschreiben, welche Software oder welches Betriebssystem er auf seinem eigenen Rechner nutzen kann. Wir fordern die volle Kontrolle des Eigentümers über sein eigenes Gerät zurück«, begründet Markus Barenhoff, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland, die Unterstützung der Kampagne.
 
Seit einigen Jahren kommen vermehrt Computer in den Handel, auf denen nur noch vom Hersteller genehmigte Software und Betriebssysteme genutzt werden können. Dies geschieht von den Käufern weitgehend unbemerkt durch technische Beschränkungen. Nun will auch Microsoft diese Restriktionen mit »Secure Boot« in der Windows-Welt hoffähig machen. Als offizielle Begründung dient die Abwehr von Schadsoftware. Als Schadsoftware gilt dabei aber alles, was nicht den Segen von Microsoft trägt. Das Nachsehen haben freie Betriebssysteme wie etwa Linux. Die Piratenpartei spricht sich klar gegen eine solche Beschneidung der Verbraucherrechte aus.
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