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Der Blockparteien-Puff

Schwarz-Grüne Romantik im Blockparteien-Puff. - So wie die Grünen den Postmaterialismus für den eigenen Luxus neu definiert haben, genauso hat der heutige Gesellschafts-Puff der Blockparteien, genannt Europäische Union und ihre Todgeburt Euro, die Postdiktatur in Form einer Wählerkauf-Demokratie etabliert.

 

von Peter Ziemann

Dass der heutige Staat dringend einer Rasur um über 80 Prozent bedarf, kann man einem Kommentar von Jan Fleischhauer auf SPIEGEL ONLINE entnehmen.

Da beleuchtet einer der wenigen noch einigermaßen bei Verstand befindlichen Autoren die Gemeinsamkeiten der Union (CDU/CSU) und der Grünen:

Die Grünen sind die richtige Partei für alle, die ihre Schäfchen im Trockenen haben. Wenn sie über den Postmaterialismus als kommende Gesellschaftsform dozieren, haben sie keinen Einkommensverzicht im Sinn, jedenfalls nicht für das eigene Klientel. Wie auch? Irgendwie muss das Leben zwischen Biotheke und Yoga-Retreat ja weitergehen. Gemeint ist vielmehr eine Welt, in der man sich über die Bedingungen der Wohlstandsproduktion keine Gedanken mehr macht beziehungsweise die lästigen Begleiterscheinungen so weit ausgelagert sind, dass sie nicht mehr in Erscheinung treten. In dieser Welt kommt alles Gute von oben also vom Staat, wo praktischerweise ein Großteil der grünen Anhänger auch in der einen oder auch anderen Weise angestellt ist. Für die Finanzierung sorgen in dem Modell vorzugsweise diejenigen, die nicht das Glück hatten, beizeiten eine Lebenszeitanstellung mit dynamisiertem Rentenanspruch zu erwerben.

 

Wie der Strom aus der Steckdose kommt, genauso magisch überweist sich deren Einkommen vom (Staats-)Konto.

Diese Klientel von Staatsangestellten ist genauso verzichtbar wie parasitär.

Was ist denn aus der preußischen, bayerischen und württembergischen Bürokratie vor dem Ersten Weltkrieg geworden, die mit einem Bruchteil des heutigen Beamten-Apparats eine vermeintlich böse Diktatur getragen hat. Heute haben wir die Demokratie – aber trotz dessen ein Vielfaches an Mitarbeitern im Öffentlichen Dienst, die zum Großteil die Bürger mit Vorschriften terrorisieren. Meine Theorie: Der Terror hat sich vom physischen auf den psychischen Bereich verlagert. Der Folterer von gestern ist der Gutmensch von heute.

 

Und heute: Anstatt Untertan des Kaisers huldigen wir der Monstranz der Demokratie. Die Demokratie ist die vollendete Form einer Gesellschaft, die den Tod ihrer Feinde optimiert hat.

So wie die Grünen den Postmaterialismus für den eigenen Luxus neu definiert haben, genauso hat der heutige Gesellschafts-Puff der Blockparteien, genannt Europäische Union und ihre Todgeburt Euro, die Postdiktatur in Form einer Wählerkauf-Demokratie etabliert. Die Grünen sind dabei nur die Ausgeburt der besonders parasitären Elemente – schließlich umfassen zumindest Mitglieder der Union noch bodenständige Bürger, die in ihrem Leben viel geleistet haben. Und das nicht zu Lasten der Gemeinschaft, sondern in Form unternehmerischer Tätigkeit zur Finanzierung des Gemeinwesens.

 

Aber die Basis-Grünen haben sich in einer Urabstimmung für die christlich engagierte Göring-Eckardt entschieden, mögen die Gläubigen an eine christliche Basis einwenden. Auch hier ist Fleischhauer unerbittlich, indem der feststellt:

Wer aus der Tatsache, dass jemand Präses in der Synode der Evangelischen Kirche ist, auf eine konservative Grundhaltung im klassischen Sinne schließt, hat lange keinen evangelischen Kirchentag mehr besucht. Oder einen Gottesdienst in einer beliebigen Gemeinde der ehemals Nordelbischen Kirche. Alles, was den Grünen am Herzen liegt, findet hier seinen Platz und Segen, vom Tränenpazifismus über die etwas angejahrte Dritte-Welt-Romantik bis zu den Vorstellungen einer Wirtschaftsordnung, in der immer die anderen das Geld verdienen, das wir dann alle gemeinsam ausgeben.

Alles Evangelische war schon seit dem Reichtag zu Worms im Jahr 1521 eine Unterordnung unter das Diktat der damaligen Fürsten und der heutigen Politiker. Die Erwägungen der Fürsten waren dabei eigentlich ganz einfach: Mittels des Kirchenspalters Luther konnte man seine Machtbasis ausweiten – während die echte christliche Kirche mit dem Papst an der Spitze einen Teil der Macht für sich beanspruchte.

 

Wir wissen, wohin uns diese Allmachts-Philosophien eines später so instrumentalisierten Staates geführt haben. In der heutigen Demokratie verbirgt sich hinter dem Begriff des Primats der Politik dieser totalitäre Anspruch der Fürsten vom Jahr 1521.

Schlimm, dass ein Kommentator, der mehr als 90 Prozent der Bevölkerung als reine Biomasse abtut, anscheinend Recht behalten wird. Schließlich ist von der evangelischen Kirche schon seit langem bekannt, dass es sich hier um besonders aggressive Vergutmenschlicher und Zeitgeistanbeter handelt. Bereits nach dem Reichstag von Worms im Jahre 1521 hat sich diese unheilige Organisation als Fünfte Kolonne der regierenden Fürsten und Kurfürsten gebildet, um die bislang geltende Machtteilung zwischen staatlicher und kirchlicher Gewalt in die Hand des Staates zu legen. Deshalb ist auch keine andere Organisation in Deutschland so stark zu einem staats- und obrigkeitshörigen Instrument verkommen, wie die Kirche des Kirchenspalters.

Das ist das ideale Biotop für eine Göring-Eckardt.

Willkommen im demokratischen Blockparteien-Puff.

www.bullionaer.de

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