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Islamisten: Merkel töten

Immer wenn ein drittklassiges Drohvideo aus dem Hindukush auftaucht, schlagen Sicherheitsbehörden Alarm. Ein bisher unbekannter hardcore Islamist names Abu Azzam: "Wir wollen Merkel tot sehen".

Ein radikaler Islamist droht Deutschland mit Terroranschlägen und fordert den Tod von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf ein knapp dreiminütiges Drohvideo, das am Samstagvormittag auf einschlägigen Internetseiten auftauchte. Laut "Welt" droht in dem Video ein deutscher Islamist, der sich "Abu Azzam" nennt, für diesen Sommer mit Anschlägen in der Bundesrepublik.

"Mit Rückblick auf einen arabischen Frühling, freuen wir uns auf einen europäischen Sommer", heißt es in dem Video, "Osama, warte auf uns, wir haben Blut geleckt. Wir wollen Obama und Merkel tot sehen!" Deutschland sei des Todes, warnt der Islamist. Ähnlich wie die Anschläge auf das World Trade Center in New York City, werde es Attentate auf den Reichstag geben.

"Unsere Truppen sind schon da, welch eine Freude", so der Extremist "Abu Azzam", "Ihr werdet bluten, eure Köpfe werden rollen! (...) Oh Allah gib dem deutschen Volk was es verdient!"

Wie die "Welt" berichtet, handelt es sich bei dem Verfasser des Videos höchstwahrscheinlich um einen radikalen Salafisten aus Deutschland, der sich im vergangenen Jahr nach Ägypten abgesetzt hat. Insgesamt zählten deutsche Sicherheitsbehörden im vergangenem Jahr 58 Ausreisen von Personen aus der salafistischen Szene nach Ägypten.

Einige der Islamisten schlossen sich in Kairo dem österreichischen Prediger Mohamed Mahmoud an. Andere wiederum reisten weiter in terroristische Ausbildungslager nach Libyen, Syrien, Somalia, Jemen oder Mali. Zehn Salafisten sollen inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt sein.

Mahmoud alias "Abu Usama al-Gharib" versucht nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden mit deutschsprachiger Dschihad-Propaganda Glaubensbrüder in Deutschland zu Anschlägen zu motivieren. Unter der Marke "Globale Islamische Medienfront" veröffentlichte der Österreicher in den vergangenen Monaten zahlreiche Video- und Tonbandbotschaften.

Im September 2012 drohten die Exil-Salafisten rund um Mahmoud erstmals mit Attentaten in Deutschland aufgrund eines Mohammed-Schmähvideos.

Derzeit, so heißt es in Sicherheitskreisen, sei allerdings nicht von einer erhöhten Terrorgefahr auszugehen. Die Gefahrenlage sei konstant hoch. Konkrete Anschlagspläne seien jedoch nicht bekannt.

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