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EZB / Geldsystem: Massiver Vertrauensverlust

Umfrage des manager magazins: Fast Zweidrittel der Deutschen schenken der EZB in Sachen Geldwertstabilität kein Vertrauen mehr. Mehr als die Hälfte der Befragten trauen weder der staatlichen noch der privaten Altersvorsorge. 

 

72 Prozent der Deutschen erwarten einen Preisanstieg von mehr als 2 Prozent pro Jahr bis 2018. Auch in Frankreich, den Niederlanden, Polen, Großbritannien, Spanien und Portugal glauben weniger als ein Drittel der Bürger, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Ziel von maximal 2 Prozent Inflation pro Jahr erreichen kann.

Dies zeigt das GfK-Investmentbarometer 2013 des Marktforschungsinstituts GfK Verein, das manager magazin in seiner am Freitag (15. Februar) erscheinenden Ausgabe exklusiv veröffentlicht. Für die Umfrage wurden insgesamt 11 000 Anleger interviewt, darunter 2000 aus Deutschland sowie jeweils 1000 aus acht weiteren europäischen Staaten (Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden und Spanien) und den USA.

Nicht nur die EZB hat Ansehen eingebüßt: Mehr als die Hälfte der Befragten in Deutschland, Spanien und Portugal trauen weder der staatlichen noch der privaten Altersvorsorge.

In nahezu allen Ländern gilt die selbstgenutzte Immobilie als die attraktivste Form der Geldanlage. Lediglich in den Niederlanden steht das Eigenheim erst an dritter Stelle, nach Bankkonten und Termineinlagen. Die Mehrheit der Deutschen hält außer den eigenen vier Wänden nur noch Betriebsrenten, Bausparverträge und Gold für attraktiv. Sparbuch und Lebensversicherungen werden demnach genauso wie Aktien und Fonds überwiegend als unattraktiv bewertet.

Der Vertrauensverlust in die Finanzbranche wirkt sich offenbar auch direkt auf das Sparverhalten aus: 30 Prozent der in Deutschland Befragten geben an, dass sie 2013 weniger Geld zurücklegen werden als im Vorjahr. Nur 6 Prozent wollen mehr sparen.

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