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Das Ende der Gold Ära?

Banken Goldbashing: Société Générale „Das Ende der Gold-Ära“. Credit Suisse: "Gold: Der Anfang vom Ende einer Ära". Goldman Sachs  hat ebenfalls erklärt, dass der jahrelange Boom des Edelmetalls vorüber sei. Können so viele große Investmentbanken irren?

 

von Michael Mross

Die französiche Großbank Société Générale - nicht gerade die Benchmark für exakte Prognosen - sieht für Gold keine Zukunft mehr. Der Grund: Die Euro-Krise löst sich in Luft auf, die Staatsverschuldung geht zurück, alles wird gut.

In dem veröffentlichten Spezial-Report mit dem Titel „Das Ende der Gold-Ära“ wird der Goldmarkt als nichts anderes als eine Spekulationsblase bezeichnet. Angeblich würden enttäuschte Anleger das Edelmetall verkaufen, weil die Inflation unter Kontrolle sei.

Laut SocGen gibt es keinen Grund mehr, Edelmetalle aus Sicherheitsgründen zu halten, weil die globale Wirtschaft einer rosigen Zukunft entgegen geht. So hätten nach Ansicht der SocGen Experten die Staatsschulden einen Höhepunkt erreicht. Außerdem würde das Vertrauen in die US-Wirtschaft und den US-Dollar wieder zunehmen. Dies würde es der US-Notenbank ermöglichen, die geldpolitische Lockerung zu beenden, was wiederum zu steigenden Zinsen führen könnte.

Von den Mechanismen des Geldsystems scheinen die Finanzexperten offenbar nichts zu verstehen. Auf die Idee, dass nicht der Preis des Goldes steigt sondern die verfügbare Menge des Papiergeldes größer wird und deshalb mehr für Edelmetalle zu zahlen ist, kommen die schlauen Analysten nicht. Eigentlich müsste man nämlich von einer "Geldblase" und nicht von einer "Goldblase" sprechen.

Wie sich darüber hinaus die globale Staatsschuldenkrise in Wohlgefallen auflösen soll, diese Antwort bleiben die Analysten ebenfalls schuldig, genau so wie bei der Frage, warum denn das Vertrauen in die US-Wirtschaft zunehmen soll.

Ganz so bearish für den Goldpreis sind die Märchen-Onkels von der SocGen dann doch nicht, wie der Report erahnen lassen könnte: Eine Korrektur bis 1375 USD/Unze sei zu erwarten, und zwar noch in diesem Jahr.

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