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Pro Euro Umfrage-Skandal: Handelsblatt wehrt sich

Die Veröffentlichung einer "exklusiven" Meinungsumfrage im Handelsblatt, der zufolge eine Mehrheit der Deutschen "zum Euro steht", führte zu massenhaften Protesten. Angesichts des Shitstorms wehrt sich die HB-Redaktion nun, rechtfertigt den Artikel und kritisiert die Kommentatoren.

 

Handelsblatt  "In eigener Sache":

„Deutsche stehen zum Euro“, titeln wir heute. Die Geschichte dahinter: Laut einer exklusiven Umfrage wollen mehr als zwei Drittel der Deutschen den Euro behalten – der beste Wert seit seiner Einführung. Was wir da nüchtern beschrieben haben, hat viele von Ihnen nicht kalt gelassen, berührt, manche sogar getroffen und empört. Die dreistellige Zahl von Kommentaren, die schnell zusammengekommen ist, spricht jedenfalls dafür.

Die Inhalte auch. Sie gehen zum Beispiel so: „Einfach nur lachhaft. Wenn 1000 Leute befragt werden, dann ist eine Umfrage representativ(sic)? Die Verdummung und Propaganda nimmt immer krassere Züge an, die Verdummung durch die Massenmedien wird immer verrückter aber für normal denkende Menschen auch immer leichter zu durchschauen.“


Auf die Entstehungsgeschichte und die Motivation der "Meinungsumfrage" gehen die Autoren des HB jedoch nicht ein. Sie beschweren sich lediglich über die vielen "unsachlichen" Kommentare. Aber offensichtlich scheint es im Nachhinein auch in der HB-Redakation zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten gekommen zu sein in Anbetracht des "Pro-Euro" Machwerks.

Der Artikel ist so von vielen Mainstream-Medien übernommen worden und als Beweis dafür zitiert worden, dass die Deutschen nun angeblich ihren Frieden mit dem Euro gemacht haben. Das Gegenteil ist aber der Fall. Das zeigen auch Hunderte von Kommentaren unter den jeweiligen Artikeln in den anderen Medien (z.B. SPIEGEL), welche von vielen Lesern als billige Euro-Propaganda enttarnt worden sind.

Mehr: Skandal um Pro Euro Umfrage des Handelsblatts

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