HB: PwC mit 30 Millionen Euro der Top-Verdiener bei der Bankenrettung. Damit ist gerade jenes Unternehmen Top-Verdiener, deren Berater 2010 eine 55 Milliarden-Euro-Fehlbuchung bei der Prüfung der Bad Bank der Hypo Real Estate übersahen.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) ist der größte Profiteur unter den Beratern, die im Zuge der Bankenrettung von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) beauftragt wurden. Wie das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise berichtet, strich das Unternehmen gut 30 der über 100 Millionen Euro ein, die von Oktober 2008 bis heute an Dienstleister gezahlt wurden. Damit ist gerade jenes Unternehmen Top-Verdiener, deren Berater 2010 eine 55 Milliarden-Euro-Fehlbuchung bei der Prüfung der Bad Bank der Hypo Real Estate übersahen.
Das Handelsblatt zitiert zudem aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke. Danach fielen 43 Prozent aller Beraterkosten bei Arbeiten für die HRE Holding und ihre Bad Bank, der FMS-Wertmanagement, an. Damit flossen all! ein rund 43 Millionen Euro im Zuge der HRE-Rettung an verschiedene Beratungsunternehmen.
Weitere drei Prozent der Beraterkosten seien an die Erste Abwicklungsanstalt EAA weiterbelastet worden, die Bad Bank der früheren WestLB. Fast 50 Prozent aller Beraterhonorare wurden damit von Banken bezahlt, die durch den Steuerzahler gestützt wurden. „Es ist unvorstellbar, wie naiv sich die Bundesregierung bei der Bewältigung der Bankenkrise auf genau dieselben Berater stützt, die vorher die Krise angerichtet haben“, zitierte die Zeitung den finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, Axel Troost.



