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Goldfront: Ruhe?

Der Goldpreis kann sich weiter von seinem historischen Absturz zu Wochenbeginn erholen und am Morgen auf 1.426 USD je Feinunze steigen. - ETF-Anleger verkaufen Gold, Münzanleger kaufen Gold.

 

von Commerzbank Commodity Research

Der Goldpreis kann sich weiter von seinem historischen Absturz zu Wochenbeginn erholen und am Morgen auf 1.426 USD je Feinunze steigen. Während die Gold-ETFs seit Wochenbeginn Abflüsse von knapp 60 Tonnen verzeichneten, ist die Münznachfrage sprunghaft gestiegen. Aktuellen Daten der US-Münzanstalt zufolge wurden seit Monatsbeginn bereits 153 Tsd. Unzen US-Goldmünzen verkauft. Damit ist der laufende Monat bereits jetzt der absatzstärkste seit Dezember 2009.

Laut World Gold Council machte die Nachfrage nach Münzen und Barren im vergangenen Jahr ca. 80% der physischen Investmentnachfrage aus. Der jüngste Preissturz bei Gold ging vom Futuresmarkt aus. Heute Abend werden die CFTC-Daten zeigen, wie stark sich die Finanzanleger im Zuge des Goldcrashes Anfang der Woche zurückgezogen haben.

Gemäß Daten des europäischen Automobilverbands (ACEA) wurden im März 1,31 Mio. Autos verkauft, 10,2% weniger als noch im Vorjahr. Im ersten Quartal fielen die Autoabsätze im Vorjahresvergleich um 9,7% auf 2,99 Mio. Einheiten. Der europäische Automarkt bleibt im Gegensatz zu den Märkten in China und den USA somit angeschlagen, was sich auch auf die Nachfrage nach Platin auswirkt. Denn Platin wird in der Produktion von Katalysatoren für Dieselmotoren insbesondere für den diesellastigen europäischen Fahrzeugmarkt verwendet.

Trotz der schwächeren Nachfrage aus der Autoindustrie sehen wir im Jahresverlauf einen höheren Platinpreis, da die Angebotsprobleme in Südafrika unseres Erachtens schwerer wirken und den Preis unterstützen sollten. Den Preisrutsch von Platin seit letzten Freitag – das Edelmetall hatte innerhalb von drei Tagen in der Spitze rund 10% verloren – führen wir darauf zurück, dass Platin mit in den Abwärtssog von Gold gezogen wurde.

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