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AfD in Bundestag

Meinungsforscher: AfD kann Einzug in den Bundestag schaffen - Neue Umfrage zeigt wachsende Popularität der Euro-kritischen Partei - Konkurrenz trifft das bürgerliche Lager

 

Die wachsende Popularität der Euro-kritischen Protestpartei „Alternative für Deutschland“ (AfD) könnte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Macht kosten. Wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären, würde die AfD auf vier Prozent der Stimmen kommen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Erfurter Forschungsinstituts Insa-Meinungstrend im Auftrag des Nachrichtenmagazins FOCUS. Der Wert stieg im Vergleich zur Vorwoche, und der Aufwärtstrend setzt sich für die Partei fort. Damit wird der auch in anderen Umfragen ermittelte Aufwärtstendenz bestätigt.

Nach Analyse von Insa geht das Wachstum der AfD vor allem zu Lasten von FDP und CDU. Insa-Chef Hermann Binkert sagte FOCUS: „Die AfD ist eine klar bürgerliche Partei, deren Wähler sich nach Mitte-Rechts einordnen.“ Er räumt der Partei „echte Chancen“ auf einen Einzug in den Bundestag ein. „Für Schwarz-Gelb wird es deshalb noch deutlich schwieriger, wieder eine eigene Mehrheit zu erreichen.“

Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs sieht einen Wahlerfolg für die Euro-Skeptiker voraus. Er sagte FOCUS: „Wenn die AfD ihre Landesverbände geräuschlos aufstellt und nicht in eine rechtsradikale Richtung abdriftet, wird sie in den Bundestag einziehen - acht bis zehn Prozent sind drin.“ Der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels der CDU, Karl-Josef Laumann, hält dagegen „diesen Verein für völlig ungefährlich“. FDP-Generalsekretär Patrick Döring stellte klar: „Wir unterschätzen die AfD nicht.“ Und sein Parteifreund, der Euro-Rebell Frank Schäffler, prognostizierte: „Jedes neue Hilfspaket in Europa ist Wasser auf die Mühlen der AfD.“

Der Extremismusforscher Eckard Jesse von der TU Chemnitz hält eine Unterwanderung der AfD durch die NPD für ausgeschlossen. NPD-Funktionäre hatten dies behauptet. Jesse sagte: „Was die NPD da versucht, ist ein Armutszeugnis für eine Partei im Niedergang.“

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