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Astaxanthin

Astaxanthin – ein genialer Naturwirkstoff.  In der Tat, denn als Nahrungszusatz genutzt, dient uns Astaxanthin als Leibwächter: die Lebensqualität des gesamten Körpers verbessert sich.

 

von Hans-Jörg Müllenmeister

Brennt der Stern unerbittlich und versiegt der Lebensraum „Wasser“, dann produziert die Mikrogrünalge Haematococcus pluvialis das schützende Farbpigment Astaxanthin. Diesen ausgetüftelten Schutzschild erwarb sich der Überlebenskünstler in Jahrmilliarden. Bringt er auch uns Nutzen? In der Tat, denn als Nahrungszusatz genutzt, dient uns Astaxanthin als Leibwächter: die Lebensqualität des gesamten Körpers verbessert sich.

Erstaunlich, dank dieser Schutzfunktion kann sich der Algen-Hungerkünstler ohne Nahrung und Wasser für mehr als 40 Jahren in einen Tiefschlaf versetzen. Übrigens enthält die Haematococcus-Alge neben Astaxanthin einen effektiven Natur-Cocktail aus weiteren Antioxidantien, nämlich Lutein, Beta-Carotin und Canthaxanthin. Das ist eine Feinheit der Natur: ein synergetisches Zusammenspiel des Antioxidantien-Ensemble. Lange bevor der Mensch speziell die gesundheitlichen Vorzüge des rötlichen Carotinoid erkannte, nutzen bereits Wildlachse und Forellen das Farbpigment. Sie speichern Astaxanthin aus ihrer Nahrung vorwiegend in ihren Muskeln, um Zellen und Gewebe vor Oxidation zu schützen. Genau das ist es, was Lachse zu ihrer spektakulären Schwimmleistung zu ihren Laichplätzen befähigt. Schon lange ist ja bekannt, dass die Muskelleistung während körperlicher Anstrengung eine große Menge an schädlichen Oxidationsprozessen verursacht. Und wer derartig angereicherte „Astaxanthin-Bomben“ in üppigen Mengen isst, wie etwa die Inuit, für den bleibt der Begriff „Krebs“ ein Fremdwort.

Vorweg gesagt, was befähigt Astaxanthin Krebs zu verhindern und Tumore zu verkleinern? Das können folgende Ursachen sein:

  • die starke biologische Wirksamkeit als Antioxidans,

  • die Fähigkeit das Immunsystem zu stärken,

  • die Wirkung als Regulator der Genexpression (die Biosynthese von RNA und Proteinen).

Das sind doch beeindruckende Fähigkeiten. Ein Vergleich mit unseren Pharma-Strolchen bietet sich da an. Sie verkaufen teure synthetische Medikamente im Doppelpack mit krankheitsdienlichen Nebenwirkungen. Doch viele von uns vertrauen zunehmend auf die verborgenen Heilkräfte der Natur. Dabei bleibt die Fülle der Naturschätze aus Ozean und Urwald noch völlig ungenutzt. Sicher ist, dass es beim Gebrauch von Astaxanthin keine bösartigen Nebenwirkungen gibt. Höchstens post mortal, wenn die Erben vergebens ungeduldige auf unser Erkalten warten müssen ‒ dank des wundersamen Tausendsassas an unserer Seite

 

Astaxanthin ist anderen Carotinoide überlegen

In der Natur produzieren Algen, Plankton, Pflanzen sowie einige Bakterien und Pilze mehr als 700 verschiedene Carotinoide. Im Verein mit Chlorophyll sind diese Mitwirkende bei der Photosynthese in Pflanzen und Algen. Es gibt zwei Gruppen von Carotinoide: Die erste mit dem bekannten „bunten Hund“ Beta-Carotin und den Mitgliedern Lycopin und Alpha-Carotin. Die zweite Gruppe, die Xanthophylle mit König Astaxanthin, daneben Lutein und Zeaxanthin. Die Xanthophylle unterscheiden sich von den Carotinen durch den Aufbau des Sechserrings an beiden Enden der Moleküle. Die meisten von ihnen besitzen am Sechserring eine Hydroxylgruppe, einige eine Carbonylgruppe. Astaxanthin ist am Ende seiner Molekülkette immer mit Fettsäuren verbunden.

Gegenüber dem bekannten Beta-Carotin hat Astaxanthin überragende Fähigkeiten, denn es

  • Überwindet die Blut-Hirn-Schranke und bietet dem Gehirn und dem zentralen Nervensystem antioxidativen und entzündungshemmenden Schutz.

  • Verteilt sich sehr effektiv im gesamten Körper, bringt also allen Organen und auch der Haut einen hochwirksamen antioxidativen und entzündungshemmenden Schutz.

  • Verbreitet sich auch über die Zellmembranen und verbindet sich mit dem Muskelgewebe.

  • Wirkt als extrem starkes Antioxidans und neutralisiert dadurch sehr schnell freie Radikale und sogenannten Singulett-Sauerstoff.

 

„Rostschutz“ des Lebens

Der Antioxidantien gibt es viele. Enzyme und Vitamine können Antioxidantien sein. Auch bioaktive Pflanzenstoffe wie die Carotinoide fungieren ebenfalls als Antioxidantien.

So lebenswichtig Sauerstoff für atmende Organismen auch ist, im zellulären Bereich kann Sauerstoff schaden. Warum? Verbindet sich Sauerstoff mit komplexen Molekülen, können reaktionsfreudige, zerstörerische Zwischenprodukte entstehen. Diese Ambivalenz bezeichnet man als das Paradox des aeroben, also sauerstoffabhängigen Lebens.

Um die zerstörerische Wirkung durch Oxidation eines Stück Eisens zu vermeiden, kann man es mit einer Korrosionsschutz umgeben. Der Oxidationsprozess ‒ das „Rosten“ ‒ im menschlichen Körper ist genau damit vergleichbar. Hier verhindern Antioxidantien das „Rosten“ unserer Körperzellen und sie erhalten zudem ihre Vitalität. Wie machen sie das? Sie verbinden sich mit oxidierfreudigen freien Radikalen und machen diese dadurch unschädlich. Einige großartige Antioxidantien wie Beta-Carotin, Lycopin und Zeaxanthin neigen aber dazu, „pro-oxidativ“ zu werden. Damit konterkarieren sie ihre innewohnende Fähigkeit; sogar die Vitamine C und E können pro-oxidativ wirken. Genau in dieser wichtigen Eigenschaft unterscheidet sich Astaxanthin von seinen Carotinoiden-Kollegen: es kann selbst niemals pro-oxidativ sein.

 

Entzündliche „Schwelbrände“

Im Körper können zwei destruktive Prozesse toben: die oxidative Schädigung

‒ aber auch entzündliche Schwelprozesse. Beide gehen Hand in Hand. Normale Entzündungen wabern in unserem Körper. Sie sind ein Teil komplexer Abwehr- und Heilungsprozesse und sogar lebenserhaltend. Neben ihnen können sich aber auch „stille Schläfer“ einnisten. Immer eindeutiger kommt nämlich die medizinische Forschung zur Überzeugung, dass diese chronischen Entzündungen Auslöser sind für viele lebensbedrohenden Krankheiten. Diese verheerenden „Schwelbrände“ im Körper sind heimtückisch, weil sie keinerlei Schmerzen verursachen. Und das über Jahrzehnte. Lautlos können sie Gehirn, Herz und Nervensystem ruinieren. Ohne Gegenmaßnahmen entwickelt sie sich daraus: Arteriosklerose, Diabetes, Schlaganfall, Rheuma, Asthma, Multiple Sklerose, Alzheimer Parkinson, Reizdarmsyndrom, Darmkrebs, Morbus Crohn und Schuppenflechte. Daraus ein Beispiel: Die „stille“ Entzündung bei Fettleibigkeit, die Adipositas startet im Bauchfettgewebe und breitet sich auf andere Organe wie Leber, Nieren, Stichwort Nierenversagen „Nephropathie“, Gefäße und Pankreasinseln aus.

 

Astaxanthin: der breitbandige Entzündungshemmer

Die Wirkung beruht darauf, dass Astaxanthin verschiedene Entzündungsbotenstoffe unterdrückt. Das entschlüsselten Forschungen, sowohl in-vitro (im Reagenzglas) als auch in-vivo (am lebendem Objekt). Zuletzt ließen sich diese Wirkmechanismen in doppelblinde Plazebo-kontrollierten klinischen Studien mit Probanden bei ihren Entzündungsleiden demonstrieren. Kleiner Tipp: Lassen Sie mal Ihr Blut statt mit dem üblichen Lipide-Test auf das C-reaktive Protein (CRP) testen, um Ihr Herzinfarkt-Risiko einzuschätzen. Dieser Entzündungsmarker hat sogar eine bessere Aussagekraft.

 

Fitmacher des Bewegungsapparates

Verlassen wir für einen erholsamen Moment die schwerwiegenden bösen Krankheiten. Fragen wir uns, welche gesundheitlichen Probleme durch vorsorgliche Einnahme von 4 bis 8 mg/Tag natürlichen Astaxanthins gemildert oder ausgeheilt werden, etwa im Sport. Das wären rheumatoide Arthritis, Tennisarm, Karpaltunnelsyndrom, Gelenkbeschwerden und andere sich wiederholende Stress-Verletzungen.

Auch hier nur einige Schlaglichter. In zahlreichen Berichten von Karpaltunnelsyndrom-Patienten zeigt sich, dass natürliches Astaxanthin eine lohnende Alternative zu Operationen ist. Bemerkenswert ist auch eine klinische Studie aus Japan. Ein hoher Laktatspiegel (Milchsäureanteil) in den Muskeln ist ein unerwünschtes Nebenprodukt körperlicher Belastung. Ist allerdings der „Kobold“ Astaxanthin im Spiel, können wir Sport ausdauernder betreiben. Es befähigt uns, durch niedrig gehaltenen Michsäurespiegel zu einer geringeren Ermüdung. Mehr noch, denn die Muskelkraft wächst, Gelenke und Muskeln sind weniger verletzungsanfällig und der Körper erholt sich schneller. Das lässt gewiss so manches Athletenherz höher schlagen, das zuvor sein Glück im Doping suchte. Viele der Ironmans im spektakulären Triathlon auf Hawaii schwören auf die Naturkraft der Mikroalge, die übrigens auf Hawaii optimal in den Gewässern gedeiht.

 

Ein Augenblick für unsere Augengesundheit

Freie Radikale und Singulett-Sauerstoff ‒ eine besonders aggressive Form eines freien Sauerstoff-Radikals ‒ richten mit der Zeit im Kopf ein Chaos an. Das führt ohne Behandlung zu schlimmen Krankheiten wie Blindheit ‒ verursacht durch Makuladegeneration oder Morbus Alzheimer. Menschen der älteren Generation rate ich Antioxidantien einzunehmen, die auch die Blut-Hirn- und die Blut-Netzhaut-Schranke überwinden können, um diese lebenswichtigen Organe zu schützen. Diese körpereigene Schranken sind hochselektive Filter, die nur die vom Gehirn und der Netzhaut benötigten Nährstoffe passieren lassen und entstandene Stoffwechselprodukte abführen. Astaxanthin hilft gegen vielfältige Erscheinungen der Augen-Ermüdungen und -Erschöpfung: es hemmt Augen-Entzündungen, indem es die Stickstoffmonoxid-Synthase blockiert. Außerdem stellt sich die Linse wesentlich leichter ein: die Fähigkeit des Auges zu fokussieren, verbessert sich. Nicht allein die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften sind es. Vor allem das Vermögen, die Schranken Blut-Hirn und Blut-Netzhaut zu überwinden, versprechen zukünftig bahnbrechende klinische Erfolge auf dem Gebiet der Hirnforschung.

 

Kampf gegen Bakterien

Einen anderen Blickwinkel auf die Vorzüge von Astaxanthin für das Immunsystem wirft eine Studie mit Helicobacter pylori, einem Bakterium, das sich häufig im Magen einnistet und dort zu Krebs führen kann. In dieser speziellen Studie stellt man fest, dass Vitamin C und Astaxanthin, nicht nur freie Radikale neutralisieren, sondern auch antimikrobielle Aktivitäten gegen elicobacter pylori entfalten. Das hilft bestimmte Arten von Magenkrebs und andere Magenleiden zu verhindern.

Astaxanthin unterstützt auf viele verschiedene Arten eine gesunde Immunfunktion des Menschen. Es sieht also so aus, dass Astaxanthin auf verschiedenen Wegen Entzündungen hemmt, und auch sehr unterschiedliche Wege nutzt, um das Immunsystem zu kräftigen.


Vorteile für das Herz-Kreislauf-System

Die antioxidative Kraft und Fähigkeit stumme Entzündungen herabzusetzen, sind zwei offensichtliche Vorteile für das Herz-Kreislauf-System. Indes gibt es einige weitere Vorteile, wie klinische Versuche zeigten: Astaxanthin setzt das LDL-Cholesterin (schlechtes Cholesterin) und die Triglyceride um etwa 24% herab und verbessert das HDL-Cholesterin (gutes Cholesterin). Es verhindert die LDL-Oxidation und beugt somit der Arteriosklerose vor.

 

Mehr als nur Kosmetik

Es gibt Beweise dafür, dass Astaxanthin nicht nur UV-Schäden verhindert, sondern sogar helfen kann, den äußeren Makel der faltigen Haut von innen heraus „auszubügeln“. Der Tausendsassa kann demnach als innerer Sonnenschutz wirken; er verhindert die Kollagenalterung durch UV-Strahlung und die Bildung von Falten.

Und einige Kosmetik-Hersteller scharren schon unruhig mit den Hufen. Sie stehen kurz vor der Entwicklung einer neuen Zahncreme, die Gutes verheißt. Ingrediens wäre der starke Entzündungshemmer und kräftige Antioxidant Astaxanthin. Dieser Zusatz könnte Zahnfleischerkrankungen endgültig den Garaus machen. Es bleibt abzuwarten, ob daneben der etablierte Inhaltsstoff Fluorid aus der Zahnpaste verschwindet ‒ das Salz der giftigen Fluorwasserstoffsäure. Bisher „entsorgte“ die Aluminium-, Stahl- und Phosphatindustrie diesen Abfall in unsere Mundhöhle.

Schlussendlich fragt man sich ungläubig, warum ein Naturmittel wie Astaxanthin in unserem Körper überall so viel Gutes anrichtet. Wie kann das eine einzige Substanz? Die einfache Antwort: Viele Beschwerden beruhen auf den selben Ursachen, nämlich oxidativer Stress und/oder Entzündungen. Schließlich ist noch die Überlegenheit erwähnenswert gegenüber den Teamkollegen, denn Astaxanthin ist über 50 mal besser als Beta-Carotin, 500fach besser als Vitamin E und 60fach stärker als Vitamin C. Ich weiß nicht, was Ihr Arzt und Apotheker Ihnen empfiehlt ‒ ich nehme Astaxanthin!

Rechtlicher Hinweis: Die in diesem Beitrag geäußerten Ansichten / Empfehlungen / Behauptungen sind rein subjektiver Natur und stellen in keiner Weise eine Therapie-Empfehlung oder eine sonstige Empfehlung dar, um Krankheiten zu behandeln oder zu verhindern. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihren Apotheker.

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