Nach Focus-Informationen aus dem Bundesinnenministerium kamen allein im Januar 8.000 Flüchtlinge aus dem Kosovo nach Deutschland. 3.630 davon stellten einen Asylantrag.
München. Die Flüchtlingswelle aus dem Kosovo ist bei weitem größer als die bisherigen Zahlen belegen. Nach Focus-Informationen aus dem Bundesinnenministerium kamen allein im Januar 8.000 Flüchtlinge aus dem Kosovo nach Deutschland. 3.630 davon stellten einen Asylantrag und tauchen damit offiziell in den Flüchtlingslisten auf.
Den Zuwachs um das Doppelte im Vergleich zum November erklären Experten mit der schlechten Wirtschaftslage in dem Land und der gesteigerten Aktivität professioneller Schleuser.
Dieter Romann, Präsident der Bundespolizei, sagt zu Focus: „Die Kosovaren verkaufen Haus und Hof, um kriminelle Schleuserbanden bezahlen zu können. 98,9 Prozent der Asylanträge werden abgelehnt. Nach der Abschiebung besitzen sie nichts mehr. Das ist die eigentliche humanitäre Katastrophe.“
Um den Zustrom zu bremsen, schickt die Bundespolizei derzeit Beamte für verschärfte Kontrollen an die Grenze nach Serbien. Außerdem will die Bundesregierung durch Informationskampagnen im Kosovo klar machen, dass Flüchtlinge kaum eine Chance haben, dauerhaft in Deutschland bleiben zu können.



