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Regierung warnt vor Blackout am 20. März

Sonnenfinsternis am 20. März könnte Stromnetz beeinträchtigen: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt "vorbereitende Maßnahmen": Notbevorratung sowie ein batteriebetriebenes Radio und eine Taschenlampe.

 

Pressemitteilung des BBK:

Am 20. März 2015 kommt es in ganz Deutschland zu einer Teil-Sonnenfinsternis. Etwa zwischen 9:30 Uhr bis 12:00 Uhr wird der Mond zu annähernd 80 Prozent die Sonne verfinstern. So eine teilweise Sonnenfinsternis ist ein seltenes Phänomen und fand zuletzt im Mai 2003 statt. Neben dem wunderbaren Schauspiel sollte nicht vergessen werden, dass die Sonnenfinsternis aufgrund des hohen Anteils an installierter Photovoltaik-Leistungen eine große Herausforderung an das Management des Stromnetzes in Europa insgesamt und Deutschland ebenso darstellt.

Im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist der Schutz Kritischer Infrastrukturen ein wichtiges Aufgabengebiet und die Stromnetze sind Kritische Infrastrukturen. Großflächige Störungen, insbesondere der Stromversorgung und der Informations- und Kommunikationstechnik, haben gravierende Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung.

Zur Sonnenfinsternis am 20. März liegen dem BBK Informationen der Übertragungsnetzbetreiber vor, wonach sie nach eigenen Angaben Maßnahmen entwickelt haben, um den Auswirkungen der Sonnenfinsternis auf die Netze und die Versorgungssicherheit begegnen zu können. Auch der Deutsche Wetterdienst hat das Phänomen im Blick, um die Übertragungsnetzbetreiber durch verbesserte Leistungsprognosen der Photovoltaik-Anlagen zu unterstützen.

 

Konsequenzen eines Stromausfalls für den privaten Haushalt

Trotz aller Vorsorgemaßnahmen der Versorgungsbetriebe gibt es Situationen, in denen die Stromversorgung über Stunden oder Tage unterbrochen werden kann. Ein Stromausfall kann tief greifende Folgen haben, die weit darüber hinausgehen, dass man kein Licht verfügbar hat. Jedes netzbetriebene Gerät ist davon betroffen. Hierzu gehören Wecker, Warmwasserbereiter, Kaffeemaschine, Radio, Licht, elektrischer Herd, Telefon, Computer, Aufzüge, Geldautomaten und viele andere Dinge. Selbst Heizungen sind vielfach von der Stromversorgung abhängig. Das BBK gibt Empfehlungen für Bürgerinnen und Bürger was zu tun ist vor einem Stromausfall, während des Ausfalls und danach.

Zu den Maßnahmen vor einem Stromausfall gehören zum Beispiel eine Notbevorratung sowie ein batteriebetriebenes Radio und eine Taschenlampe. Wichtig ist sich vorher Gedanken zu machen, was im eigenen Haushalt ohne Strom passieren kann und hier weitestgehend vorzusorgen. Umfangreiche Informationen erhalten Sie in der BBK Broschüre „Katastrophenalarm. Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ und in dem Faltblatt „Stromausfall“.


Stromausfall und Kritische Infrastrukturen

Die beste Krisenbewältigung ist die Vermeidung einer Krise. Aber auch für den möglichen Ausfall der Stromversorgung muss vorgesorgt werden. Das BBK engagiert sich sowohl im Bereich der Prävention als auch in der Vorbereitung auf Krisen und die Krisenbewältigung. Nur auf diese Weise kann ein ausreichender Schutz der Gesellschaft erzielt werden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erstellt in Zusammenarbeit mit den Betreibern Kritischer Infrastrukturen, mit Verbänden und Behörden Schutzkonzepte, die darauf abzielen, Stromausfälle zu vermeiden oder die Auswirkungen zumindest zu reduzieren.

Bausteine der Schutzkonzepte unterstützen bei der Vorbereitung für und Vermeidung von möglichen Stromausfällen bis hin zu Bewältigung und Evaluierung. Das Angebot des BBK reicht vom Basisschutzkonzept über den Leitfaden Notstromversorgung bis hin zu speziellen Angeboten für Unternehmen und Behörden.

Quelle: www.bbk.bund.de

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