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EZB rechnet mit GRexit

EZB rechnet Folgen eines griechischen Euro-Austritts durch. Abschreibungsbedarf auf Staatsanleihen im Falle eines „Graccident“ rund 95 Prozent.

 


Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet sich auf einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone vor. In internen Modellrechnungen hat die Notenbank bereits die Folgen unterschiedlicher Szenarien auf die Kurse griechischer Staatsanleihen durchgerechnet. Das berichtet das aktuelle manager magazin (Erscheinungstermin: 20. März).

Fernando González Miranda, Leiter der Risikoanalyse der EZB, sei für seine Modellrechnungen von drei verschiedenen Entwicklungen der Griechenland-Krise ausgegangen, berichtet das Magazin. Diese Varianten habe der Ökonom vor einigen Tagen auch den Kollegen der Bundesbank vorgestellt.

Demnach würde der Wert der griechischen Staatsschulden – derzeit rund 320 Milliarden Euro – im Falle eines plötzlichen, „unfallartigen“ Abschieds der Griechen aus der Euro-Zone („Graccident“) auf rund 5 Prozent des Nennbetrags schrumpfen. Gelänge es der griechischen Regierung hingegen, den Rückzug auf der Basis geordneter Verhandlungen zu vollziehen („Grexit“), rechnet die EZB mit einem Restwert der Staatsanleihen von knapp 14 Prozent. Und sollte es das Land sogar schaffen, einen neuerlichen Schuldenschnitt auszuhandeln, ohne die gemeinsame Währung aufgeben zu müssen, könnten die Staatspapiere immerhin ein gutes Viertel ihres ursprünglichen Werts behalten.

Ein Notenbanker fürchtete gegenüber manager magazin vor allem den „Graccident“. Die Gefahr sei groß, dass die griechischen Regierungsmitglieder „den Überblick verlieren und plötzlich ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können“. In einem solchen Fall würden die Ratingagenturen Griechenland zwangsläufig als zahlungsunfähig einstufen, mit der Folge, dass die Zentralbank keine Notkredite mehr vergeben dürfte.

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