Indien importierte im März deutlich mehr Gold. Sollten die US-Arbeitsmarktdaten, die morgen veröffentlicht werden, unter den Erwartungen ausfallen, dürfte Gold wohl weiter steigen.
Von Commerzbank Commodtiy Research
Gold, Silber und Co. starteten gestern Nachmittag nach den vorangegangenen Verlusten eine merkliche Gegenbewegung, die den Goldpreis über die Marke von 1.200 USD je Feinunze trug.
Ausschlaggebend hierfür waren schwache US-Konjunkturdaten, woraufhin die Rendite 10-jähriger US-Staatsleihen fiel, was die Opportunitätskosten der Goldhaltung verringert.
Zudem wertete der US-Dollar leicht ab. Sollten die US-Arbeitsmarktdaten, die morgen veröffentlicht werden, ebenfalls unter den Erwartungen ausfallen, dürfte Gold wohl weiter steigen. Gold profitiert zudem von einer robusten physischen Nachfrage im weltgrößten Konsumentenland Indien. Laut Aussagen des Verbands der indischen Schmuckhändler hat Indien im März 70 Tonnen Gold importiert.
Im gerade abgelaufenen Fiskaljahr waren es demnach 638 Tonnen. Der Verband schätzt, dass die Goldeinfuhren im neuen Fiskaljahr ein Niveau von 800-825 Tonnen erreichen. In drei Wochen findet mit „Akshaya Tritiya“ ein wichtiger religiöser Feiertag statt, an welchem in Indien viel Gold verschenkt wird.
In den USA wurden im März 1,54 Mio. Fahrzeuge verkauft, nahezu genauso viele wie ein Jahr zuvor. Die saisonbereinigte annualisierte Verkaufsrate stieg im Vorjahresvergleich um 4,4% auf 17,05 Mio. Einheiten. Damit wurde die teilweise wetterbedingte Schwäche der letzten Monate wieder wettgemacht.
Dank guter Rahmenbedingungen in den USA sollten die Fahrzeugabsätze auch in den kommenden Monaten robust bleiben: Die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile deutlich gesunken, das frei verfügbare Einkommen ist gestiegen und die Benzinpreise befinden sich auf einem niedrigen Niveau. Dies sollte sich in höheren Preisen für Platin und vor allem Palladium widerspiegeln.



