ZEW-Präsident Fuest verlangt Ausstiegs-Option aus dem Euro. Dieses Vorgehen würde Konfliktpotenziale entschärfen.
Mitgliedsländer der Euro-Zone sollen nach Ansicht von Clemens Fuest, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), ein geregeltes Ausstiegsrecht aus der Gemeinschaftswährung erhalten. „Erstens sollte ein Land den Euro verlassen können, ohne aus der EU austreten zu müssen. Zweitens sollte geregelt werden, wie mit Forderungen und Verbindlichkeiten der Notenbank des ausscheidenden Landes gegenüber der EZB umzugehen ist“, schreibt der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche.
Dieses Vorgehen würde Konfliktpotenziale entschärfen. Ein Ausschlussrecht sollte es Fuest zufolge nur für Fälle geben, in denen ein Land gemeinsame Regeln grob verletzt. Der Ausschluss sollte einen einstimmigen Beschluss aller anderen Mitgliedstaaten erfordern: „Der Fall Griechenland zeigt: Wer Austritte unter keinen Umständen zulassen will, ist erpressbar“, bilanziert der ZEW-Chef.



