Liebe Leser,
der deutsch-spanische Polymerasehersteller Sygnis verstärkt wieder einmal das firmeneigene Portfolio. Wie aus einer Pressemitteilung des in Heidelberg und Madrid ansässigen Unternehmens hervorgeht, habe der Konzern eine Bioinformatik-Serviceplattform mit dem Namen TrueHelix eingeführt. Das Webportal bietet Kunden und relevanten Anbietern die Möglichkeit, ihre Sequenzierungsdaten zu analysieren. Mit der Plattform bestehe laut Sygnis die Möglichkeit, verstärkt auf „zentrale Kundenbedürfnisse“ einzugehen.
Der Dienst TruePure
Der erste über jene Plattform angebotene Dienst soll das Bioinformatik-Tool TruePure sein, über welches spezielle Proben auf mögliche Verunreinigungen überprüft werden können. Sygnis will hiermit eine Lücke schließen, indem sich das Unternehmen den gängigen Problemen der Branche annimmt. So führen nicht entdeckte Kontaminierungen, die infolge einer verunreinigten Laborumgebung oder aufgrund des Sequenzierungsprozesses entstehen, in den meisten Fällen zu schlechteren Ergebnissen. Gerade im Bereich der Krebsforschung, wo eine zuverlässige sowie saubere Probe unerlässlich ist, könnte TruePure einen spürbaren Mehrwert erbringen.
Dr. Heikki Lanckriet, Co-CEO und CSO bei Sygnis, gab sich sehr stolz und verstärkte noch einmal den Willen, den „Kunden einen Mehrwert durch Zusatzdienste und- Instrumente zu bieten“, um auch die „Kompetenz und das Wissen von Sygnis in der NGS-Bioinformatik [„Next Generation Sequencing“ – Anm. d. Autors] unter Beweis zu stellen“.
Ein verlustgeplagter Konzern
Sygnis will mithilfe der Markteinführung zu einem „Referenzunternehmen“ im Bereich der NGS-Bioinformatik werden und kündigte im gleichen Atemzug weitere TrueHelix-Dienste an. Sollte sich das neue Datenanalyse-Produkt tatsächlich als unverzichtbar herausstellen, wäre die Position des Konzerns wieder gefestigter.
Seit der Gründung im Jahre 1997 muss Sygnis mit wiederkehrenden Verlusten zurechtkommen und war deshalb in der Vergangenheit immer wieder auf externe Kapitalzufuhr angewiesen. Das Unternehmen, welches die beachtlichen Forschungskosten und administrativen Aufwendungen bisher nicht ausgleichen konnte, ist auf bahnbrechende Innovationen angewiesen.
Ein Gastbeitrag von Norman Stepuhn.
Herzliche Grüße
Ihr Robert Sasse



