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Infineon: Deshalb sind die Zahlen so gut!

Lieber Leser,

der Halbleiterkonzern Infineon ist dank eines starken Autogeschäfts sehr gut ins neue Jahr gestartet. Wie das DAX-Unternehmen mitteilte, ging der Umsatz im ersten Quartal des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres 2016/17 im Vergleich zum Vorquartal nur um 2 Prozent auf knapp 1,65 Mrd. Euro zurück. Analysten hatten im Vorfeld mit größeren Einschnitten gerechnet.

In der Chipbranche werden die Zahlen üblicherweise in Relation zum Vorquartal gesetzt, da die Produkte starken Preisschwankungen unterliegen und auf diese Weise eine bessere Vergleichbarkeit gewährleistet wird. Traditionell ist das Auftaktquartal aufgrund der saisonalen Effekte das umsatzschwächste bei Infineon. Doch durch eine bessere Nachfrage nach Chips für Hybrid- und Elektrowagen konnten die Rückgänge in den anderen Sparten kompensiert werden. Schließlich erlöst Infineon fast die Hälfte seines Umsatzes im Autogeschäft. Der operative Gewinn ging im Vergleich zum Vorquartal um 12 Prozent auf 246 Mio. Euro zurück. Unter dem Strich schmolz der Gewinn um 28 Prozent auf 161 Mio. Euro.

Zuversicht allenthalben

An der Börse kamen die Zahlen gut an, die Aktie konnte ihre Aufwärtsrallye fortsetzen. Auf 12-Monats-Sicht stehen Kursgewinne von knapp 50 Prozent zu Buche. Mit dem Anstieg auf 17,50 Euro konnte gleichzeitig ein neues Mehrjahreshoch realisiert werden. Damit ist der Weg nach oben prinzipiell frei. Allen voran die starke Positionierung im Autosegment sorgt angesichts von Zukunftstrends wie E-Mobilität und autonomem Fahren für Kursfantasien. Auch das Management um Konzernchef Reinhard Ploss zeigt sich für den weiteren Verlauf des Jahres optimistisch. Während der Umsatz um bis zu 6 Prozent zulegen soll (auch ein Rückgang um 2 Prozent wird einkalkuliert), geht man bei der operativen Marge von 16 Prozent aus. Dies wäre etwas besser als im Vorjahr.

Ein Gastbeitrag von Hermann Pichler.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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