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Novo Nordisk: Das fängt ja gut an!

Lieber Leser,

die Aktie des dänischen Insulinherstellers Novo Nordisk hat im vergangenen Jahr viel Kredit verspielt. Durch den Preisdruck im wichtigen US-Geschäft musste das Unternehmen seine Umsatz- und Ergebnisprognose nach unten revidieren. Gleich zwei Mal sorgte der Pharmariese damit für Schockmomente bei den Anlegern.

Ganz besonders dürfte den Aktionären die drastische Senkung der mittelfristigen Ergebnisprognose missfallen haben. Anstelle einer jährlich 10-prozentigen Steigerung des operativen Gewinns traut sich Novo Nordisk nämlich nur noch ein jährliches Wachstum von 5 Prozent zu.

Zusätzlich wurde die Aktie durch die Aussicht auf einen Wahlsieg von Hillary Clinton belastet, die sich wiederholt für eine Deckelung der Medikamentenpreise ausgesprochen hatte. Infolgedessen rutschte das Papier im November bis unter die 30-Euro-Marke in den Keller. Nach dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump blieb der Turnaround aus, dennoch verteuerte sich die Aktie bis Anfang Januar um rund 17 Prozent.

Das kommt zur Unzeit

Die Hoffnung gründet sich vor allem auf den neuen Konzernchef Lars F. Jørgensen, der seit der Jahreswende an der Spitze von Novo Nordisk steht. Doch eben dieser hat nun für den ersten großen Dämpfer gesorgt. Denn wie das Unternehmen mitteilte, kalkuliert man in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum zwischen minus 1 und plus 4 Prozent. Gleiches gilt für den währungsbereinigten operativen Gewinn. Auch hier hält Novo Nordisk nun einen Ergebnisrückgang für möglich. Die Bandbreite lautet minus 2 bis plus 3 Prozent. Zuvor ging der Konzern bei Umsatz und Ergebnis jeweils von einem Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Hintergrund für die Prognosesenkung sind die anhaltenden Schwierigkeiten im US-Geschäft. Anleger fühlten sich erneut wie vor den Kopf gestoßen und schickten die Aktie mit deutlichen Verlusten in den Keller.

Ein Gastbeitrag von Hermann Pichler.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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