Lieber Leser,
mit den Geschäftszahlen für das vergangene Jahr hat die Deutsche Bank die Prognosen erkennbar verfehlt. Entsprechend negativ reagierten die Anleger und schickten den Kurs rund 5% in den Keller. Zwar wurde der Rekordverlust aus 2015 von fast sieben Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euror eingedämmt. Im Mittel rechneten die befragten Analysten aber lediglich mit einem Minus von 910 Mrd. Euro. Wie groß der Vertrauensverlust der Kunden weiterhin ist, zeigt der Rückgang der Erlöse um 10% auf lediglich 30 Mrd. Euro.
Altlasten auch 2017 ein Thema
Hauptgrund für den neuerlichen Fehlbetrag ist der milliardenschwere Hypothekenvergleich in den USA, auch wenn das Geldinstitut dabei mit einem blauen Auge davongekommen ist. Gleiches gilt für den Vergleich wegen Vorwürfen der Beteiligung an Geldwäsche für russische Kunden. Letztlich bleibt zu hoffen, dass die Frankfurter nicht noch mehr teure Leichen im Keller haben und das Thema jetzt langsam aber sicher endlich ausgestanden ist.
Allerdings warnte Vorstandschef Cryan bereits, dass die Altlasten auch im laufenden Jahr noch zu Belastungen führen werden. So sollen unter anderem durch den Abbau von zigtausend Arbeitsplätzen die Kosten, die 2016 um 6% auf 24,7 Mrd. Euro reduziert wurden, bis zum Ende dieses Jahres auf 22 Mrd. Euro gesenkt werden. Insgesamt wäre es ein Wunder, wenn die Aktie der Deutschen Bank kurzfristig kräftig nach oben durchstartet. Als Langfrist-Investment mit einem Anlagehorizont von mehreren Jahren können Sie sich aber guten Gewissens ein paar Anteilsscheine ins Depot legen.
Ein Gastbeitrag von Rami Jagerali.
Herzliche Grüße
Ihr Robert Sasse



