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Deutsche Bank: Es fehlt einfach an allen Ecken und Enden!

Liebe Leser,

die Veröffentlichung der Bilanzzahlen ist nur wenige Tage her und die Enttäuschung bei den Anlegern sitzt immer noch tief. Die Deutsche Bank versucht alles, um den angeschlagenen Ruf, der sich im Zuge unzähliger Verfehlungen und Skandale in den letzten Jahren herausbildete, aufzupolieren. Die Besänftigung des Konzernchefs John Cryan passt in jenes Bild.

„Die Erwartung ist, dass wir dieses Jahr profitabel sein werden“, verlautbarte Cryan. Diesen zweifelhaft optimistischen Satz gab der Brite im Zuge der Zahlenveröffentlichung zu Protokoll und verstärkte somit die oberste Direktive des Konzerns – Beschwichtigung.

Konkrete Strategie gefordert

Cryan und die Deutsche Bank baten um mehr Zeit zur Bewältigung der Probleme. Einen detaillierten neuen Plan scheint es derzeit jedenfalls nicht zu geben. Für die gebeutelten Investoren dürften diese vagen Aussagen des Geldhauses jedoch alles andere als hilfreich sein. Eine konkrete sowie angepasste Strategie fordert hierzu beispielsweise der Fondsmanager Helmut Hipper von Union Investment.

Deutsche Bank gerät international ins Hintertreffen

Schaut man sich das internationale Parkett an, wird es für die Frankfurter immer düsterer. Die ausländische Konkurrenz hat es besser verstanden, die Unannehmlichkeiten der Finanzkrise zu überwinden. So konnte beispielsweise das führende US-Geldinstitut JP Morgan 2016 einen Gewinn von 20 Milliarden Dollar einstreichen. Im Vergleich zu den Verlustzahlen der Deutschen Bank wirkt der Erfolg der US-Konkurrenten geradezu astronomisch.

Investment-Segment soll gekürzt werden

Eine konkrete Neuigkeit in Bezug auf den Wandel der Deutschen Bank gibt es dennoch. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die englischsprachige Tageszeitung „The Wall Street Journal“ berichtete, wolle die Deutsche Bank wieder einmal das unternehmenseigene Investment-Segment kürzen. Das Blatt beruft sich auf eine nicht näher genannte Insiderquelle. Hierbei sollen im laufenden Jahr weltweit 17 Prozent der im Aktienhandel tätigen Personen sowie 6 Prozent der mit dem Handel von festverzinslichen Wertpapieren beschäftigten Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Insgesamt könnten 300 Mitarbeiter betroffen sein.

Die mögliche Stellenräumung ist offensichtlich dem alten Umstrukturierungsplan zuzurechnen, denn Cryan kündigte am vergangen Donnerstag an, dass es keine Verstärkung des Job-Abbaus geben werde.

Ein Gastbeitrag von Norman Stepuhn.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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