Die VW-Aktie hat sich in den vergangenen zwei Monaten seit dem Ausbruch aus der Konsolidierungsphase, auf den wir übrigens hingewiesen haben, deutlich erholen können. Nach dem Ausbruch s...
Die VW-Aktie hat sich in den vergangenen zwei Monaten seit dem Ausbruch aus der Konsolidierungsphase, auf den wir übrigens hingewiesen haben, deutlich erholen können. Nach dem Ausbruch steht ein Wertgewinn von über 8,0 % zu Buche. Damit erreicht die Aktie das von uns anvisierte Ziel bzw. den ersten harten Widerstand und dreht hier mustergültig. Die Kurslücke, die in 2015 aufgrund des Dieselskandals gerissen wurde, ist somit geschlossen worden. In der Regel dreht der Kurs danach zunächst wieder.
Wochendurchschnitte und Trendlinie bleiben unüberwindbar
Die aktuelle Schwächephase muss noch nicht das Ende der Erholung bedeuten. Allerdings dürfte es die Aktie aus der markttechnischen Perspektive trotzdem schwer haben, weiter zu steigen. So verlaufen sowohl der 100- als auch der 200-Wochendurchschnitt in dem Preisbereich zwischen 152-167 Euro je Aktie. Auch die langfristige Aufwärtstrendlinie, die zuvor unterschritten wurde, verläuft in diesem Preisbereich. Unterm Strich bedeutet dies, dass die Aktie das volle von uns geschätzte Potential nach dem Ausbruch aus der Konsolidierung genutzt hat, die Luft nun aber bis etwa 170 Euro je Aktie, um es salopp zu sagen, immer dünner wird.
Auch die anderen Auto-Aktien im DAX sahen heute eher schwächer aus. Wie es weitergeht bei Daimler und bei BMW scheint die große Frage zu sein. Viele Börsianer glauben, dass die Autoaktien erst mal ausgereizt seien. Es fehlt einfach Fantasie für weiteres Wachstum. Außerdem belastet die US-Politik. Es herrscht die Angst vor möglichen Strafzöllen in der Zukunft.
Ein Gastbeitrag von Rami Jagerali.



