Lieber Leser,
ausgerechnet im 4. Quartal, das mit der Weihnachtszeit im Einzelhandelssektor traditionell eher stark ist, hat GoPro versagt. Der US-Hersteller für sogenannte Action-Cams hat auf ganzer Linie enttäuscht und meldete in der zurückliegenden Woche einen Umsatzsprung von 25 Prozent auf 540,6 Millionen US-Dollar. Klingt gut, war den Analysten jedoch dann doch zu wenig, die zuvor mit 570 Millionen gerechnet hatten. Auch der Verlust stieg deutlich wegen noch laufender Umbaukosten und vor allem hoher Steuerbelastungen.

Den Anlegern schmeckt diese Kombination so gar nicht. Sie schickten die Aktie wieder auf Talfahrt. Am 3. Februar verlor der Kurs an der Nasdaq 100 über 12 Prozent an Wert und steht mit 9,58 USD nur wenig über den Jahrestiefs von Anfang Januar.
Der Markt für diese speziellen Kameras scheint doch nicht so groß zu sein. Denn schon im Weihnachtsquartal 2015 hatte GoPro enttäuscht. Die Aktie fällt seitdem tendenziell zurück und kommt charttechisch auf keinen grünen Zweig. Die Bilanz seit dem Börsengang sieht noch schlechter aus. Hier steht GoPro bereits über 60 Prozent im Minus.
Und besser wird es vorläufig auch kaum werden. Erst bei ca. 8,50 USD, dort verläuft eine wichtige mittelfristige Unterstützungslinie, könnte sich der Kurs wieder fangen und zu einer Erholung ansetzen.
Ein Gastbeitrag von Christian Lehbau.
Herzliche Grüße
Ihr Robert Sasse



