Die Daimler-Aktie ist wieder in ihren Korrekturtrend eingebrochen. Wir wollten dem Wert allerdings aus der markttechnischen Perspektive noch eine Chance geben, denn er wird durch den...
Die Daimler-Aktie ist wieder in ihren Korrekturtrend eingebrochen. Wir wollten dem Wert allerdings aus der markttechnischen Perspektive noch eine Chance geben, denn er wird durch den zuvor überwundenen 200-Wochendurchschnitt unterstützt. Diesen haben wir im Rahmen der Daimler-Analyse von der vergangenen Woche ins Visier genommen. Nun hat die Aktie den Durchschnitt in dieser Woche erreicht.
Wie geht es weiter?
Ein Einbruch unter den 200-Wochendurchschnitt dürfte als kritisch angesehen werden. Der Ausbruch aus dem Korrekturtrend wäre demzufolge fürs Erste gescheitert und die inverse SKS-Formation infrage gestellt. Die nächste relevante Unterstützung, die wir im Falle eines Einbruchs unter den 200-Wochendurchschnitt ins Visier nehmen, liegt bei 61,50 Euro je Aktie. Dieser Preisbereich wäre sozusagen die letzte Instanz, die noch Hoffnungen auf die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung schüren könnte.
Darunter wird es äußerst kritisch und selbst die inverse Umkehrformation wäre nicht mehr als valide zu bezeichnen. In diesem Fall dürfte sich aus der markttechnischen Perspektive der Korrekturtrend weiter fortsetzen und in absehbarer Zeit womöglich neue Korrekturtiefs erreichen.
BMW
die BMW-Aktie hat sich Anfang Dezember 2016 aus ihrem seit 2015 bestehenden Korrekturtrend durch einen starken technischen Ausbruch befreit. In der Zwischenzeit hat die Aktie ca. 10 % an Wert hinzugewonnen, ist allerdings seit Beginn des Jahres wieder auf das damalige Ausbruchsniveau bei 83 Euro je Aktie gefallen.
Belastend wirken sicherlich die verbalen Angriffe des neuen US-Präsidenten gegen die deutsche Automobilindustrie als auch der wieder etwas mehr erstarkte Euro. Der EURUSD-Kurs ist seit Anfang Januar von 1,034 auf aktuell 1,075 US-Dollar je Euro gestiegen – eine Aufwertung des Euro von fast 4,0 % gegenüber dem US-Dollar.
US-Autoabsatz schwach, keine Standortverlagerungen geplant
Die wichtigsten Absatzmärkte für BMW sind neben China die USA, Deutschland sowie Großbritannien. Zuletzt fiel der Absatz in den USA (per Januar 2017) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Gegensatz dazu verzeichneten VW und Audi die stärksten Verkaufsanstiege unter den größten Automobilbauern. Auch Mercedes Benz verkaufte deutlich mehr Autos als im Vorjahr. BMW bleibt im Laufe des vergangenen Jahres also deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Nichtsdestotrotz soll aktuell noch keine Debatte darüber geführt werden, ob BMW aufgrund der geplanten Strafzölle in den USA die Produktionsstandorte verlagern wird. BMW produziert bereits in den USA und Großbritannien und plant ein Werk in Mexiko.
Aus der markttechnischen Perspektive wird das vorherige Ausbruchsniveau zwar wieder getestet, allerdings verläuft die zuvor überwundene Korrekturtrendlinie zum gegebenen Zeitpunkt tiefer, nämlich zwischen 79-80 Euro je Aktie. Dieser Preisbereich sollte nun als relevante Unterstützung ins Auge gefasst werden. Der Kurs bleibt gut unterstützt, sofern die Trendlinie nicht unterschritten wird.



