Lieber Leser,
der Nikkei-Index bleibt in seiner Korrektur gefangen. Mit einem weiter aufwertenden japanischen Yen kann der Index auch nicht wirklich Stärke zeigen, zumindest mittel- bis langfristig nicht. Das Währungspaar USDJPY fällt derweil immer weiter. Seit Erreichen des von uns anvisierten Widerstandes bei 119 japanische Yen je US-Dollar hat das Währungspaar nun knapp 5,70 % an Verlust verzeichnet. Was sind die Gründe?
Bank of Japan mit neuen Maßnahmen
Im Rahmen der Sitzung im Januar hat die Bank of Japan keine neuen Maßnahmen beschlossen. Allerdings wurden die Konjunkturprognosen nach oben angepasst. Das stützt den Yen. Denn wenn die Bank of Japan von einer sich erholenden Konjunktur ausgeht, dann gibt sie damit den Anlegern zu verstehen, dass die geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen bald zurückgefahren werden könnten. Weniger Lockerungsmaßnahmen bedeuten in der Regel einen stärkeren Yen.
In der Zwischenzeit haben es wohl auch die Geldpolitiker eingesehen und weitere Maßnahmen angekündigt. Bisher blieb die Wirkung aber aus, da der US-Dollar nun ebenfalls zur Schwäche tendiert. Das Währungspaar USDJPY dürfte somit weiterhin im zunächst kurzfristigen Abwärtstrend verbleiben und damit den Nikkei-Index beim Anstieg bremsen.



