Liebe Leser,
die Zahlen für die ersten 9 Monate waren alles andere als berauschend. PV ist es nicht gelungen, die Investitionszurückhaltung einiger Großkunden durch Geschäfte mit neuen Kunden zu kompensieren. Umsatz und Gewinn gingen zurück. Vor allem der Rückgang der operativen Marge von 13,5 auf 12,5% hat enttäuscht. Auftragseingang und -bestand fielen ebenfalls geringer aus. Wenigstens lag die Book-to-Bill-Ratio bei soliden 1,01. Von den Sparten schnitten nur die Vorpumpen besser ab. Service sowie Instrumente/Komponenten entwickelten sich stabil.
Anhaltenden Übernahmespekulationen als Kursstütze
Deutliche Umsatzrückgänge gab es dagegen im wichtigen Geschäft mit Turbopumpen und in der Sparte Systeme. Regional ist der Konzern nur in Asien gewachsen. Geholfen hat die starke Nachfrage der Kunden aus der Halbleiterindustrie. Positiv entwickelte sich auch der Markt für Oberflächenbeschichtung. Die Jahresprognose wurde bestätigt: ein Umsatz von 470 Mio € und eine höhere operative Marge. 2015 waren es 13,5%. Das Management räumte aber ein, dass die Ziele sehr ambitioniert seien.
Als Minimalziel wurde deshalb ein höherer Umsatz als im Jahr zuvor in Aussicht gestellt. Trotz der insgesamt schwachen Ergebnisse geriet die Aktie nur kurzfristig unter Druck. Eine Kursstütze sind die anhaltenden Übernahmespekulationen. Großaktionär Busch will seinen Anteil auf über 30% aufstocken und ist daher zu einem Übernahmeangebot verpflichtet. Den Aktionären werden unattraktive 96,20 € pro Aktie geboten. Eine Komplettübernahme ist aber vorerst nicht geplant.



