Liebe Leser,
im ersten Teil ging es um den Twitter-Index des Finanzportals Bankrate. Der Index zeichnet nach, welche Kursentwicklung Firmen nehmen, die von Trump auf Twitter namentlich angegangen oder gelobt werden. Daneben unterhält der Fernsehsender CNBC auf seinen Seiten seit Ende letzten Jahres einen zweiten Aktienindex. Darin sind Unternehmen enthalten, für die Kabinettsmitglieder der neuen Regierung früher tätig waren. Einfache Logik: Den Konzernen kann es nicht schaden, wenn man ab sofort einen direkten Draht ins Weiße Haus unterhält.
Und das Fazit nach drei Wochen Amtszeit und drei Monaten Wahlentscheid fällt nicht schlecht aus. Die Aktien können den S&P 500 merklich hinter sich lassen. Aber eine Garantie auf ständig steigende Kurse ist dies natürlich nicht. Beispiel Ölproduzent Exxon Mobil: Der neue Außenminister war dort bekanntermaßen als Vorstand tätig. Bis zu seiner endgültigen Ernennung kletterte der Exxon-Kurs. Kurz darauf fiel er um mehr als 10 % ab.
Nichtsdestotrotz könnte sich wieder eine Gegenbewegung ausbilden. Nämlich immer dann, wenn Marktbeobachter der Meinung sind, eine außenpolitische Entscheidung würde dem Ölkonzern nutzen. Dann erinnert sich der Markt nämlich plötzlich der Vergangenheit des Außenministers und interpretiert die Entscheidung als Freundschaftsdienst am alten Arbeitgeber.
Neue US-Minister und ihre Vergangenheit
- Rex W. Tillerson (Außenminister): Exxon Mobil
- Wilbur L. Ross Jr. (Handelsminister): ArcelorMittal, EXCO Resources, Nexeo Solutions, Sun Bancorp
- Rick Perry (Energieminister): Energy Transfer, Sunoco Logistic
- Steven T. Mnuchin (Finanzminister): CIT Group, Sears Holdings
- James N. Mattis (Verteidigungsminister): General Dynamics
- Elaine Lan Chao (Verkehrsministerin): Ingersoll-Rand, News Corp. Volcan Materials, Wells Fargo
- Gary Cohn (Vorsitzender des Nationalen Wirtschaftsrates): Goldman Sachs



