Liebe Leser,
GEA hat enttäuschende Zahlen für die ersten 9 Monate präsentiert. Der Umsatz ging um 2% zurück und der Gewinn um 15,6%. Im 3. Quartal kam es sogar zu einem Gewinneinbruch um 76%. Die operative Marge vor Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte von 11,7 auf 11% und lag im 3. Quartal nur noch bei 10,2%. Das Management verwies auf Kostenüberschreitungen bei Großprojekten, Verzögerungen bei der Projektvergabe in der Milchverarbeitung sowie auf die Investitionszurückhaltung der Öl- und Gasindustrie.
Jahresprognose gesenkt
Insgesamt aber hat sich die Auftragslage verbessert. Dank eines Großauftrags aus Asien im 1. Halbjahr stieg der Auftragseingang um 3,2% auf 3,45 Mrd € und der Auftragsbestand um 13% auf 2,32 Mrd €. Im Dezember kamen noch zwei Aufträge aus Neuseeland zum Bau einer Milchpulverfabrik und aus Australien zur Ausrüstung einer Anlage zur Lithiumgewinnung hinzu.
Dennoch wurde die Jahresprognose gesenkt: Bei einem moderaten Umsatzrückgang wurde nur noch ein EBITDA von 570 Mio € in Aussicht gestellt. Die mittelfristigen Ziele bis 2020 wurden jedoch bestätigt: ein jährliches organisches Umsatzwachstum von 4 bis 6% sowie eine Verbesserung der operativen Marge (EBIT) auf 13 bis 16%. Nach 9 Monaten lag die EBIT-Marge bei 9,1%. Helfen sollen weitere Einsparungen von 60 bis 80 Mio €. Die Konzentration auf weniger zyklische Branchen wie die Lebensmittel- und Pharmaindustrie ist eigentlich die richtige Strategie.



