Die Unruhen in Paris gehen weiter - finden aber kaum Beachtung in deutschen Medien. Schweigen im Blätterwald: aus Angst?
Die Kundgebung gegen Polizeigewalt, die am Mittwoch im Norden von Paris relativ ruhig anfing, hat letztlich in Krawallen geendet. Die Polizei hat gegen die Demonstranten unter anderem Tränengas eingesetzt.
In den sozialen Medien beschweren sich zahlreiche Nutzer, die traditionellen Medien würden bürgerkriegsähnliche Ausschreitungen in Vororten von Paris totschweigen.
Le Figaro:
Seit 40 Jahren breiten sich rechtsfreie Zonen auf unserem Staatsgebiet aus. Es flossen Subventionen in Milliardenhöhe, ohne dass sich irgendetwas verändert hat. Im Gegenteil, dieses Geld hat oft dazu gedient, den sozialen Frieden zu erkaufen.
Selbst die Unruhen vom November 2005, die sich auf ganz Frankreich ausbreiteten, haben nicht als Lektion gedient. Sobald die Feuer gelöscht waren, haben die Drogenbosse und Unruhestifter ihre Reviere wieder unter Kontrolle gebracht.
Knapp 70 Tage vor der Präsidentschaftswahl darf man nicht mit dem scheidenden Staatschef rechnen, um angemessene Antworten darauf zu finden.



