Lieber Leser,
vor etwa drei Wochen ist es zu einem deutlichen Kurssturz bei der Aktie der krisengeschüttelten italienischen Bank Unicredit gekommen. Nun liegen auch die aktuellen Quartalszahlen vor, was von einigen Analysten zum Anlass genommen wurde, eine neue Einschätzung zur Situation vorzunehmen.
Man kann zusammenfassend sagen, dass die Experten die Kursverluste der jüngsten Zeit für etwas übertrieben halten. Paola Sabbione (Deutsche Bank) merkt beispielsweise an, dass die Kennziffern mit Vorsicht zu genießen seien. Als Grund nennt sie die vielen Sondereffekte, die es schwierig machten, die Lage objektiv zu beurteilen. Ein Abschlag sei aufgrund der umfangreichen Kapitalerhöhung jedoch gerechtfertigt.
Ignacio Cerezo (UBS) gibt in seiner Studie zu, dass er sich von dem Zahlenwerk mehr erhofft habe. Gleichwohl hob er seine Gewinnprognose für das Jahr 2019 leicht an. Jean-Francois Neuez (Goldman Sachs) macht auf die Fortschritte aufmerksam, die der Bank bei ihrer Kostenpolitik gelungen sei.
Neue Analystenempfehlungen im Überblick
(Analyst: Einstufung – Kursziel in Euro (Abstand zum Kurswert in Prozent)
- Goldman Sachs: „Conviction Buy List“ – 16,79 Euro (+31 %)
- Deutsche Bank: „Buy“ – 16,00 Euro (+25 %)
- S&P Global: „Strong Buy“ – 16,00 Euro (+25 %)
- UBS: „Buy“ – 13,80 Euro (+8 %)



