Liebe Leser,
für deutsche Windkraftunternehmen entwickelt sich der südamerikanische Markt zu einer wichtigen und lukrativen Absatzregion. Um diese Entwicklung weiterhin zu fördern, forciert die deutsche Regierung den Ausbau der bereits existierenden Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Deutschland. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hervor.
Eine politische Kooperation
Jochen Flasbarth, Umwelt-Staatssekretär, und der zuständige brasilianische Umweltminister José Sarney Filho verfestigten die Kooperation in einer gemeinsamen Verlautbarung. Flasbarth betonte die „langjährige Zusammenarbeit insbesondere im Bereich des Klima- und Waldschutzes“ und prognostizierte für die Zukunft: „Auch bei den kommenden Schritten, die wir bei der vollständigen Abkehr von Kohle, Erdöl und Gas unternehmen, können wir auf Brasilien als verlässlichen Partner setzen“.
Nordex könnte profitieren
Die Fühler in Richtung Südamerika sind also ausgestreckt. Profitieren dürften hiervon vor allem deutsche Windkraftunternehmen wie zum Beispiel Nordex. Im Oktober 2015 wurde bekannt, dass der Konzern die Windenergie-Sparte des spanischen Wettbewerbers Acciona Windpower übernehmen würde. Beide Unternehmen ergänzen sich sehr gut. Während Nordex eine starke Markstellung in Europa vorweisen kann, überzeugt Acciona vor allem mit Anlagen in Nord- und Südamerika sowie in einigen Schwellenländern.
Interessant dürfte sich – eingedenk der oben beschriebenen politischen Kooperation – vor allem die Situation in Südamerika entwickeln. Unterstützt durch die Politik, sollte es für Nordex im Rahmen des Möglichen sein, wichtige Marktanteile der Region zu sichern und für die Zukunft auszubauen.



