Liebe Leser,
was letzte Woche bei Heidelberger Druckmaschinen passierte, sorgte für einiges Aufsehen! Denn das Unternehmen hat einerseits katastrophale Halbjahreszahlen präsentiert, steht aber andererseits, was die allgemeine Entwicklung angeht, recht gut da. Wie wird es nun weitergehen?
- Der erste Blick schockte! Auf den ersten Blick sahen die von Heidelberger Druckmaschinen präsentierten zahlen mau aus. Schließlich sank der Umsatz um 7,7% und der Verlust hat sich mehr als verdoppelt. Auch haben alle Sparten weniger Umsatz und Verdienst erbracht. Auch Wachstum war lediglich in Deutschland und Nordamerika zu verzeichnen und die Bilanz ist ebenso bedauernswert: So lag die Eigenkapitalquote nach 6 Monaten nur noch bei 6%.
- Der Lichtblick! Für Heidelberger Druckmaschinen war der Auftritt auf der Branchenmesse Drupa zwar sehr teuer, doch der Einsatz scheint sich gelohnt zu haben. Denn dank des Drupa-Effekts stiegen der Auftragseingang um 6,4% auf 1,41 Mrd € und der Auftragsbestand um 19% auf 765 Mio €. Auch konnte man im 2. Quartal wieder schwarzen Zahlen schreiben, das operative Ergebnis vor Abschreibungen sank um ein Drittel auf 44 Mio € und der freie Cashflow war ebenfalls positiv.
- Keine Dividende! Trotz der guten Aussichten wird eine Dividende wohl aber eher nicht gezahlt werden, denn HD braucht das Geld sowohl für die Neuausrichtung als auch für mögliche Akquisitionen.
- Investition! Nun stehen die Zeichen auf Investition. Die Investitionsschwerpunkte von Heidelberger Druckmaschinen liegen in den Bereichen Digitalisierung, Digital-/Verpackungsdruck und Service. Denn die Kunden freuen sich über die gesunkenen Kosten und die Rentabilitätssteigerung durch neue Drucktechniken. Schließlich können so auch Druckaufträge für kleine Auflagen profitabel bearbeitet werden.
Kann sich Heidelberger Druckmaschinen dank der hohen Nachfrage und dank der guten Auftragslage im laufenden Jahr weiter verbessern? Wir halten Sie informiert.



