Liebe Leser,
starke Nerven mussten letzte Woche die Anleger von Nordex beweisen, denn die Aktie des Windmaschinenherstellers konnte im bisherigen Jahresverlauf noch keinen wirklichen Schwung aufnehmen. Auch das Verpassen des Jahresauftragsziels für 2016 hat die Anleger alles andere als überzeugen können. Kann sich die Situation wieder beruhigen?
- Kursverluste und Einstiegszeitpunkt! Die Kursverluste des TecDAX-Titels belaufen sich auf 12-Monats-Sicht auf gut 22 Prozent, doch gerade deshalb sind die Analysten mehrheitlich bullish gestimmt. Sorgt der schwächelnde Kurs doch für einen günstigen Einstiegszeitpunkt, denn das durchschnittliche Kursziel lautet 26,79 Euro, was einem Kursaufschlag von fast 40 Prozent entsprechen würde.
- Gegenwind in den USA! Gewarnt haben die Analysten von Global Data jedoch speziell hinsichtlich des US-Windkraftmarktes. Denn da die Steuersubventionen ab diesem Jahr sukzessive zurückgefahren werden, könnte sich fortan auch das Wachstum abschwächen. Bis einschließlich 2019 gehen die Branchenexperten deshalb nur noch von Wachstumsraten im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Danach könnte die Quote der installierten Windkraftleistung rückläufig werden.
- Der Hintergrund der US-Problematik! Letztes Jahr garantierte das entsprechende US-Gesetz zur Förderung von Erneuerbaren Energien noch 23 Dollar je Megawatt-Stunde Strom, dieses Jahr 2017 werden nur noch 80 Prozent dieser Fördergelder gewährt und ab 2019 nur noch 40 Prozent. Da in den ersten neun Monaten des letzten Jahres fast 10 Prozent der Nordex-Aufträge auf das US-Geschäft entfielen, brechen nun wohl härtere Zeiten an.
Kann sich Nordex trotz des zu erwartenden Rückgangs des US-Geschäftes tapfer halten? Wir bleiben für Sie dran.



