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Bayer-Kunststofftochter Covestro: Das ist aller Ehren wert!

Lieber Leser,

im ersten Jahr der Eigenständigkeit hat die Bayer-Kunststofftochter Covestro ein formidables Zahlenwerk aus dem Hut gezaubert. Wie das im MDAX gelistete Unternehmen mitteilte, konnte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Geschäftsjahr 2016 um knapp 23 Prozent auf 2 Mrd. Euro gesteigert werden. Damit wurde auch die im Herbst angehobene Ergebnisprognose von 1,9 Mrd. Euro übertroffen. Unter dem Strich verbuchten die Leverkusener ein Konzernergebnis von 795 Mio. Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor.

Den Unwägbarkeiten getrotzt

Dabei waren die Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr gar nicht mal so gut. Gesunkene Rohstoffpreise auf der einen und ungünstige Währungseffekte auf der anderen Seite sorgten dafür, dass die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 1,5 Prozent auf 11,9 Mrd. Euro schrumpften. Umso zufriedener ist Vorstandschef Patrick Thomas mit dem Erreichten. „Unsere Strategie ist aufgegangen“, sagte er.

Im Schlussquartal haben sich die Rohstoffpreise indes wieder stabilisiert. Es war das erste Mal seit mehreren Quartalen, dass Covestro die Verkaufspreise erhöhen konnte. Das hat sich denn auch gleich ausgezahlt, da trotz der höheren Verkaufspreise auch der Absatz gesteigert werden konnte. So legte der Umsatz um 7,8 Prozent auf 3,0 Mrd. Euro zu, während das Ebitda um mehr als die Hälfte (+52,3 Prozent) auf 390 Mio. Euro kletterte.

Wie geht’s weiter?

Für das laufende Jahr zeigte sich die Konzernführung optimistisch, hielt sich aber mit Prognosen für Umsatz und Ergebnis zurück. Im Kerngeschäft will man den Absatz indes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigern.

Blick auf die Börse

Die Aktie befindet sich seit dem Börsengang 2015 kontinuierlich auf dem Weg nach oben. Auf 12-Monats-Sicht legte das Papier um mehr als 150 Prozent zu, in den letzten 6 Monaten betrug das Kursplus knapp 50 und in den letzten 3 Monaten fast 20 Prozent.

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