Liebe Leser,
Olympus wird im laufenden Geschäftsjahr nicht an die positive Entwicklung des letzten Jahres anknüpfen können. Die Aufwertung des Yens gegenüber dem Euro (+12,6%) und dem Dollar (+13,3%), den beiden wichtigsten Absatzmärkten nach Japan, machen dem Konzern stark zu schaffen. Der Umsatz ging im 1. Halbjahr um 11,6% zurück. Davon waren alle 3 wichtigen Geschäftssegmente betroffen. Am stärksten traf es das ohnehin schwächelnde Kamerageschäft, dessen Erlöse um 28,2% zurückgingen. Die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen haben ihre Wirkung bislang verfehlt.
Das Management hält an der Gewinnprognose für das Gesamtjahr fest
Die Sparte rutschte wieder tiefer in die Verlustzone. Das Zugpferd, die Medizintechniksparte, schrumpfte um 8,8%. Unter Ausklammerung der Währungseffekte wuchs das Segment aber um 3%. Insbesondere die Verkäufe der beiden erfolgreichen Endoskop Plattformen Evis Exera III und Lucera Elite entwickelten sich sehr gut. Die Geschäfte in der Scientific Solutions Sparte litten unter Verzögerungen bei der Budgetplanung von Research-Instituten in Europa und Japan.
Das resultierte in einem Umsatzminus von 17,1%. Die Ertragskraft ging überproportional zurück. Der Konzerngewinn reduzierte sich um 38%. Aufgrund von Sondereffekten und einer niedrigeren Steuerquote hält das Management aber an seiner Gewinnprognose von 57 Mrd Yen für das Gesamtjahr fest. Um die Anleger bei Laune zu halten, plant der Konzern trotz der bescheidenen Geschäftsentwicklung eine Dividendenerhöhung von 17 auf 28 Yen je Aktie.



