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Solarworld: Interessanter Schachzug!

Liebe Leser,

das ist eine Meldung der Art, bei der ich nicht weiß, ob ich sie gut oder schlecht – im Sinne des Unternehmens, hier Solarworld – finden soll. Um was es geht: Solarworld hat mitgeteilt, eine „Partnerschaft zur Lithium-Förderung im Erzgebirge“ geschlossen zu haben. Lithium im Erzgebirge? Genau.

Lithium ist ein höchst interessanter Rohstoff, bekanntlich wird er z.B. für die stark nachgefragten Lithium-Ionen-Akkus benötigt. In dem empfehlenswerten Buch „Strategische Metalle für Investoren“ hat dieser Rohstoff ein eigenes Kapitel (ab S. 128). Dort findet sich z.B. eine Landkarte mit der grafischen Markierung der wichtigsten Förderländer. Dies sind insbesondere Chile und Australien. Keine Lithium-Förderung gibt es derzeit in Deutschland. Doch das könnte (Zukunftsmusik!) sich ändern, wenn die Lithium-Vorkommen im Erzgebirge erschlossen werden. Das ging in den letzten Jahren etwas unter, da es bei Solarworld ja auch wirklich genug an anderen Nachrichten gab.

Lithium im Erzgebirge?

Am entsprechenden Lithium-Projekt in Altenberg-Zinnwald hat Solarworld nun einen Anteil von 50% an „Bacanora Minerals Ltd.“ laut eigenen Angaben für 5 Mio. Euro verkauft. Warum das Ganze? Deshalb: Bacanora hat sich laut der Meldung verpflichtet, „die bestehende Machbarkeitsstudie in 18-24 Monaten zu vertiefen und abzuschließen“. Die Kosten soll dabei ausschließlich Bacanora tragen. Aus Sicht von Solarworld vorteilhaft: Man muss nicht selber investieren, sondern überlässt das dem neuen Partner – dieser erhält dafür für gerade mal fünf Milliönchen einen 50% Anteil am „hopp oder top“-Projekt Lithium/Erzgebirge.

Das finde ich aus Sicht von Solarworld soweit ganz gut. Man hat weiterhin das Potenzial, von einem Erfolg des Projekts zu profitieren (50% Anteil!) – und muss gleichzeitig keine entsprechenden Kosten tragen. Doch ein Satz gefällt mir nicht – ich zitiere aus der Meldung: „Darüber hinaus hat dieser Partner die Option, innerhalb von 24 Monaten auch die übrigen 50 Prozent für einen Betrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich zu erwerben.“ Ich weise darauf hin, dass ich bei Solarworld investiert bin.

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