Lieber Leser,
am Markt war es zunächst zu Kursverlusten gekommen, nachdem gemeldet wurde, dass es nicht zur Übernahme von Wolfspeed durch den deutschen Halbleiterhersteller Infineon kommen werde. Zu groß waren die Bedenken der US-amerikanischen Sicherheitsbehörden gewesen. In der Folge erschienen drei neue Analysteneinschätzungen, die die veränderte Situation bewerteten.
Analyst Wolfgang Donie (NordLB) meint zwar, dass es für Infineon auf jeden Fall besser gewesen wäre, die Behörden hätten ihre Zustimmung erteilt. Aber dennoch bliebe das Geschäftsmodell des Halbleiterherstellers intakt. Seine Einstufung änderte der Experte daher nicht.
Auch für Analyst Amit Harchandani (Citigroup) bleibt alles beim Alten. Die mögliche Übernahme habe er ohnehin nicht in seinen Einschätzungen reflektiert. Negativ sei aber anzumerken, dass Infineon aufgrund des gescheiterten Deals eine Einmalzahlung in Höhe von 12,5 Millionen Euro leisten muss.
Analyst Markus Friebel (Independent Research) beschäftigt sich mit der Rolle des US-Kontrollausschusses in diesem Zusammenhang. Dieser könne theoretisch auch verhindern, dass Infineon selbst das Ziel einer Übernahme wird.
Neue Analystenempfehlungen im Überblick
(Analyst: Einstufung – Kursziel in Euro (Abstand zum Kurswert in Prozent)
- Citigroup: „Buy“ – 20,00 Euro (+17 %)
- Independent Research: „Halten“ – 18,00 Euro (+5 %)
- NordLB: „Halten“ – 16,50 Euro (-3 %)



