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Koenig Bauer hat eine neue „Gelddruckmaschine“ gefunden!

Liebe Leser,

sind diese ehrgeizigen Ziele bereits in den aktuellen Kurswert eingepreist oder nicht? So lautet derzeit die spannende Frage bei Koenig & Bauer. Denn neben den vorläufigen Geschäftszahlen für 2016 präsentierte der Druckmaschinenhersteller auch einen Ausblick auf die kommenden fünf Jahre. Dort ist von einem organischen Wachstum in Höhe von 4 % die Rede – in jedem einzelnen Jahr zwischen 2017 und 2021 wohlgemerkt.

Koenig & Bauer ist bereits gelungen, woran sich Konkurrent Heideldruck derzeit noch abmüht: eine strategische Neuausrichtung des Konzerns mit zahlreichen Einsparmaßnahmen. Wobei ich fairerweise hinzufügen muss, dass die Heidelberger Druckmaschinen AG in puncto Umsatz auch nochmals deutlich größer ist. Daher hat der Umbau dort auch andere Dimensionen. Die erfolgreiche Durchführung bei KBA dürfte aber auch dem Rivalen aus Heidelberg Hoffnung machen.

Der Umsatz bei Koenig & Bauer lag im zurückliegenden Jahr bei voraussichtlich knapp 1,2 Mrd. Euro (2015: 1,025 Mrd. Euro), das Vorsteuerergebnis bei 57 Mio. Euro (2015: 29,7 Mio. Euro). Der solide Auftragseingang von 1,15 Mrd. Euro spricht zumindest dafür, dass man die angepeilten +4 % im laufenden Jahr erreichen könnte.

Wo soll das Wachstum herkommen?

Die aktuelle Guidance von König & Bauer nennt dazu mehrere Felder. Aber als wesentliche Treiber sehe ich vor allem den Servicebereich und den Verpackungsdruck. Wie Heideldruck hat man sich in der Verpackungsindustrie in den vergangenen Jahren eine neue Klientel mit glänzenden Wachstumsaussichten erschlossen. Dort will Koenig & Bauer in Zukunft die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaften. Weitere 30 % des Geschäftsumsatzes soll der Servicebereich beisteuern.

KBA ist zwar bis heute ein Synonym für Geldruckmaschinen geblieben. Doch die Bedeutung dieses Geschäftsteils scheint immer mehr zu schrumpfen. Auch wenn der Vorstand verspricht: „Da höhere Maschinenumsätze im Sicherheitsdruck nicht erwartet werden, prüft das Unternehmen Wachstumsoptionen einschließlich strategischer Partnerschaften im Lifecycle der Banknote.“ Wirklich konkrete Angaben dazu, wie das aussehen soll, gab es jedoch nicht. So bleibt zu konstatieren: Die wahre Gelddruckmaschine für KBA ist heute die Verpackungsindustrie.

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