Liebe Leser,
ich möchte noch einmal auf Solarworld zurückkommen. Gestern hatte das Unternehmen bekannt gegeben, einen 50%-Anteil am Lithium-Projekt in Altenberg-Zinnwald (Erzgebirge) verkauft zu haben. Die Eckdaten: Kaufpreis gerade mal 5 Milliönchen Euro, allerdings übernimmt der Käufer auch die Kosten für die zu erstellende Machbarkeitsstudie (die soll in 18-24 Monaten vertieft und abgeschlossen werden, so Solarworld). Zudem habe der Käufer die Option, die übrigen 50% „für einen Betrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich“ zu übernehmen, innerhalb von 24 Monaten. Der Käufer und ab sofort dann Kooperationspartner ist „Bacanora Minerals“ – hat mir vorher ehrlicherweise nichts gesagt. Der Kurs der Aktie hat an der Londoner Börse gestern nach Bekanntgabe der Meldung interessanterweise rund 9% zugelegt.
Weitere Kosten für Machbarkeitsstudie sollen im Bereich 5 Mio. Euro liegen
Eben habe ich mir Bacanora Minerals einmal etwas Genauer angeschaut. Zum Beispiel deren liquide Mittel. Diese lagen per 30.9.2016 bei exakt 24.833.849 Mio. kanadischen Dollar. Die besagten 5 Milliönchen Euro können die also umgehend überweisen. Und was ist mit den in der Solarworld-Meldung nicht genannten Kosten für die Machbarkeitsstudie? Bei Bacanora Minerals heißt es dazu, dass dafür weitere 5 Mio. Euro aufgewendet werden sollen. Das sind also überschaubare Kosten aus Sicht von Bacanora, und dafür hat man den Fuß drin im Erzgebirge-Lithium-Projekt. Und auch der von Solarworld genannte Betrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich (als Kaufpreis für weitere 50% des Projekts) wird bei Bacanora genauer beziffert: Da heißt es 30 Mio. Euro. Ich weise darauf hin, dass ich bei Solarworld investiert bin.



