Erster Umfrage-Dämpfer für Schulz: Minus 1 bei der SPD, nur 36 Prozent glauben an Schulz-Wahlsieg. Drittstärkste Partei bleibt die AfD mit 9%. - Schulz’ Ankündigung, sich insbesondere für hart arbeitende Menschen einsetzen zu wollen, hält eine Mehrheit von 57 Prozent für "unglaubwürdig".
Erstmals seit Martin Schulz Kanzlerkandidat ist, fällt die SPD in der Wählergunst zurück. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für BILD am SONNTAG erhebt, verliert die SPD einen Zähler und kommt auf 32 Prozent. Sie liegt damit gleichauf mit der Union, die gegenüber der Vorwoche unverändert bleibt.
Drittstärkste Partei bleibt die AfD, die wie in der Vorwoche bei 9 Prozent steht. Linke (8 Prozent) und Grüne (7 Prozent) bleiben unverändert, die FDP kann sich um einen Zähler auf 7 Prozent steigern. Auf die sonstigen Parteien entfallen wie in der Vorwoche 5 Prozent.
Nur 36 Prozent gehen laut Emnid-Umfrage davon aus, dass der SPD-Kandidat im Herbst Angela Merkel im Kanzleramt ablöst. 50 Prozent der Deutschen glauben nicht daran, dass Schulz Bundeskanzler wird. Immerhin 56 Prozent der SPD-Anhänger glauben an eine Schulz-Kanzlerschaft.
Martin Schulz’ Ankündigung, sich insbesondere für hart arbeitende Menschen einsetzen zu wollen, hält eine Mehrheit von 57 Prozent für "unglaubwürdig". (36 Prozent „glaubwürdig“, bei den SPD-Wählern 65 Prozent).
Für den Sonntagstrend befragte Emnid zwischen dem 16. und 22. Februar 1880 repräsentativ ausgewählte Personen ("Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?").
Für die andere Umfrage hat Emnid am 23. Februar 503 repräsentativ ausgewählten Personen die Fragen gestellt:
„Glauben Sie, dass SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nach der Bundestagswahl im September Bundeskanzler wird?“
„SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat angekündigt, sich insbesondere für hart arbeitende Menschen einsetzen zu wollen. Halten Sie das für eher glaubwürdig oder eher unglaubwürdig?



