Lieber Leser,
zum Ende der Handelswoche verlor auch die Aktie der Commerzbank wieder deutlich. Das Minus gegenüber dem bisherigen 6-Monats-Top beträgt nunmehr schon 14 %. Marktanalysten führten dies jedoch nicht auf neue fundamentale Erkenntnisse zurück, sondern vielmehr auf die Verluste britischer Finanzwerte. Bekannt wurde, dass sowohl die Royal Bank of Scotland wie auch die Standard Chartered im Jahr 2016 wieder ein Minus verzeichneten. Dies belastet nicht nur die britischen Geldhäuser selbst, sondern wirft nach Meinung von Analysten ein bezeichnendes Licht auf die Branche insgesamt.
Kursrückgänge nach Kursgewinnen
Die Aktien dieser beiden Banken hatten in den vergangenen Tagen etwas zugelegt, um jetzt wieder zu verlieren. Die Commerzbank-Aktie hingegen befindet sich ohnehin im kurzfristigen Abwärtstrend und verlor binnen eines Monats nahezu 8 %. Technische Analysten gehen davon aus, dass jetzt auch der langfristige Aufwärtstrend auf dem Spiel stehen könnte.
Die 200-Tage-Linie ist durch einen deutlichen Tagesverlust von annähernd 5 % mittlerweile nur noch 3-4 % entfernt. Der GD100, Signalgeber für den mittelfristigen Trend, ist am Freitag sogar nach unten durchbrochen worden. Damit fiel die Commerzbank auch mittelfristig in einen Abwärtstrend, der allerdings noch einmal getestet werden könnte.
Charttechnisch setzt sich der Abwärtstrend fort, nachdem jetzt auch 7,00 Euro als Boden getestet werden.
Die neue Entwicklung setzt die Commerzbank-Aktie erheblich unter Druck.



