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Stada: Kurse über 60 Euro wirklich nur eine Frage der Zeit?

Lieber Leser,

in den Bieterwettkampf um Stada ist unlängst Bewegung gekommen. Während die bisherigen Offerten lediglich informeller Natur waren, hat der US-Finanzinvestor Advent International jetzt als erster Interessent ein verbindliches Angebot vorgelegt.

Advent im Bieterrennen derzeit vorne

Die Amerikaner sind bereit, den deutschen Pharmakonzern für 58 Euro pro Aktie zuzüglich der Dividende für 2016 zu übernehmen. Wie hoch diese ausfällt, ist noch nicht beschlossen. Für das Jahr zuvor schüttete Stada 0,70 Euro je Anteilsschein aus. Mit diesem Gebot führt Advent das Bieterrennen momentan an. Eine namentlich nicht bekannte Investment-Gesellschaft, bei der es sich um Medienberichten zufolge um Bain Capital handeln soll, soll ebenfalls 58 Euro für eine Stada-Aktie zu bieten bereit sein und die Cinven sogar lediglich 56 Euro.

Legt die Konkurrenz nach?

Die behutsame Erhöhung der mutmaßlichen Offerte von Bain Capital durch Advent zeigt, dass mit spektakulären Zuschlägen eher nicht zu rechnen ist. Im besten Fall sind Gebote zwischen 60 und 62 Euro vorstellbar. Um der Konkurrenz und dem Stada-Management nicht zu viel Zeit zum Nachdenken zu lassen, gilt das Advent-Angebot nur bis zum 27.02.2017.

Insofern besteht eine nicht zu unterschätzende Wahrscheinlichkeit, dass eine Übernahme letztlich ganz scheitert. Dann könnten sich die Notierungen schnell im Bereich des starken Supports bei 50 Euro wiederfinden. Von Neuengagements allein auf Grund der Übernahmeschlacht rate ich daher wegen des ungünstigen Chance/Risiko-Verhältnisses ab. Für Anleger hingegen, die daran glauben, dass Stada nach dem erfolgten Umbau bald wieder auf die Erfolgsspur zurückfindet, sind die Papiere kein schlechtes Investment, wenn man im Zweifel auch bereit ist, Kursrückschläge bis zu den genannten 50 Euro in Kauf zu nehmen.

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