Liebe Leser,
der weltgrößte Eisenerzproduzenten Vale SA mit Sitz in Brasilien plant eine große Veränderung. Bisher gibt es unter den Anteilseignern eine Art Zweiklassengesellschaft. Die Holding Valepar SA hält die entscheidenden stimmberechtigten Anteile, während alle anderen Aktionäre quasi nichts zu melden haben. Ab November soll sich dieser Zustand jedoch ändern und alle Investoren zu gleichberechtigten Partnern werden, wie „The Globe and Mail“ berichtet.
Die kontrollierenden Aktionäre werden demnächst einen Vorschlag vorlegen, wie sie ihre Holding dem Gesamtkonzern wollen. Diejenigen Inhaber von Vale’s Class A Vorzugsaktien, die freiwillig an der Aktienumwandlung teilnehmen, erhalten im Rahmen des Prozesses 0,9342 Stammaktien. Um die Vollendung des Plans zu gewährleisten, wird Vale den Besitzern von Valepar eine 10-prozentige Prämie für ihre Aktien zahlen, was eine 3-prozentige Verwässerung für alle Aktionäre bedeutet. Die ehemaligen Valepar-Besitzer können bis zu 22 Prozent der Stammaktien von Vale verkaufen, nachdem eine sechsmonatige Sperrfrist im August abgelaufen ist. Voraussetzung ist, sie halten bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent.
Ein Meilenstein
Die Veränderung stellt einen Meilenstein dar. Denn die Minderheitsanleger waren klar benachteiligt. Wohl auch deshalb löste die Ankündigung prompt einen Anstieg der Stammaktien des in Rio de Janeiro beheimateten Konzerns aus. Der Kurswert erreichte sein höchstes Niveau seit mehr als vier Jahren.



