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BASF: Ist der Ausblick zu konservativ?

Lieber Leser,

deutliche Kursabschläge verzeichnete am letzten Tag der abgelaufenen Handelswoche die BASF-Aktie. Überwiegend waren die leichteren Notierungen dem schwachen Gesamtmarktumfeld geschuldet. Aber auch die Ergebnisse für 2016 sowie die Prognose fürs laufende Jahr überzeugten die Investoren nicht wirklich.

Mäßige Zahlen für 2016 gemeldet

So gingen die Umsätze der Ludwigshafener im zurückliegenden Jahr gegenüber 2015 um 18% auf nur noch 57,6 Mrd. Euro zurück. Vor diesem Hintergrund müssen das Minus beim um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinn (EBIT) um 6,0% auf 6,3 Mrd. Euro sowie vor allem der leichte Anstieg des Nettogewinns auf 4,1 Mrd. Euro schon als Erfolg gesehen werden, zumal der Dax-Konzern damit sowohl die eigene Prognose als auch die Erwartungen der Analysten ziemlich exakt getroffen hat.

Ausblick für 2017 stimmt verhalten zuversichtlich

Für das aktuelle Jahr kündigte BASF einen deutlichen Anstieg der Erlöse und eine kleine Verbesserung des Betriebsgewinns vor Sondereinflüssen an. Diese Vorhersage lässt sich guten Gewissens als konservativ beurteilen, weil die Energiesparte, die sich 2016 noch als Bremsklotz erwies, von den unlängst angezogenen Öl- und Gaspreisen erkennbar profitieren sollte.

Weiter rund laufen dürfte das Chemiegeschäft, auch wenn der Vorstand von einer moderaten Abschwächung des Wachstums in Europa und China ausgeht, wo das Unternehmen rund zwei Drittel seiner Geschäfte abwickelt. Dafür stellt das Management ein Ende der Rezessionen in Russland und Brasilien in Aussicht sowie ein anhaltend robustes Wachstum der US-Wirtschaft in Aussicht.

Kurzfristig hält sich das Aufwärtspotenzial der BASF-Aktie wegen der nicht übermäßig günstigen Bewertung und nach dem Bruch des steilen Aufwärtstrends seit Herbst letzten Jahres zugegebenermaßen in Grenzen. Für geduldige Anleger könnte sich ein Einstieg angesichts der starken Marktstellung im Chemiesegment allerdings lohnen.

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