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K+S: Diese Konzernmitteilung hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt!

Liebe Leser,

Mitte des Monats veröffentlichte K+S eine Mitteilung, die etwas unterging angesichts der Angst vor einem neuerlichen Absturz des Aktienkurses. Es ist eine positive Nachricht. Denn dem Unternehmen ist es gelungen, für das schwierige Übergangsjahr 2017 eine weitere Entsorgungsmöglichkeit zu organisieren. Das dürfte zu geringeren Produktionsausfällen in der Kaliproduktion führen.

Ausweichmöglichkeit gefunden

Die aktuell gültige Versenkgenehmigung für salzhaltige Abwässer ist mit etlichen Auflagen versehen und zudem auf eine Versenkmenge von 1,5 Mio. Kubikmeter pro Jahr beschränkt. K+S hatte ursprünglich einen Bedarf von 2 Mio. Kubikmetern beantragt. Zudem hatten Medien berichtet, dass der Konzern speziell für das Jahr 2017 ein Volumen von mehr als 3 Mio. Kubikmetern angefragt habe. Der Grund: Erst ab 2018 konnte man davon ausgehen, über weitere Entsorgungsalternativen zu verfügen.

Nun hat K+S mit der Gaskaverne der VNG Gasspeicher in Bernburg eine vorübergehende Ausweichmöglichkeit gefunden, die seit Mitte Februar genehmigt ist. Dort können bis August dieses Jahres etwa 210.000 Kubikmeter Salzabwässer versenkt werden. Die Entsorgung ist zwar mit Transportkosten verbunden, weil die Abwässer mit Tanks per Bahn und Lkw vom Verbundwerk Werra nach Bernburg überführt werden. Andererseits hätte die Kaverne ansonsten mit Flusswasser geflutet werden müssen, was auch den einen oder anderen Euro verschlungen hätte.

Etwas Luft

Das Wichtigste ist aber: Der Konzern hat sich etwas Luft für das aktuelle Jahr verschafft. Die Produktionsausfälle verringern sich, das Absatzvolumen erhöht sich, die Umsätze steigen. Vielleicht kann K+S ja im Laufe des Jahres zur Abwechslung mal mit einer Anhebung der Prognose positiv überraschen. Das hätten sich die Anleger nach den vergangenen anderthalb Jahren wahrlich verdient.

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