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Peinlich: Deutscher Journalistenverband verbreitet Fake News

Auf frischer Tat ertappt und dann zurück gerudert: Ausgerechnet der Deutsche Journalistenverband (DJV) verbreitet in Zusammenhang mit RT Deutsch frei erfundene Fakenews. Anlass war ein Interview mit Matthias Platzeck (SPD).

 

Von David Pabst

Wutschnaubend echauffierte sich Hendrik Zörner, Pressesprecher des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) darüber, dass Matthias Platzeck (SPD) RT Deutsch-Chefredakteur Ivan Rodionov ein Interview gab. Dabei verbreitete der DJV-Vertreter auch Lügen über RT Deutsch. Nun wurde die Passage gelöscht. Der Verband entschuldigt sich.

 

Eine skurrile Komponente hatte der Fall von Anfang an: Ausgerechnet der Pressesprecher des Deutschen Journalistenverbandes, Hendrik Zörner, nutzte so genannte Fake News als Aufhänger, um mit einiger Erregung auf dem offiziellen Blog des Verbandes gegen RT Deutsch zu agitieren. Anlass für Zörners Eifer war die Tatsache, dass der frühere SPD-Chef und Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, RT Deutsch ein Interview gegeben hatte.

 

 
 
Erst nach dem Shitstorm folgte das Eingeständnis Fake News verbreitet zu haben. Die Diffamierungen gegen RT Deutsch bleiben dennoch stehen.
 

RT Deutsch – in Zörners sachlich-professioneller Wortwahl "Kreml-Propagandakanal" und "Putins Propagandaschleuder" – habe den Fall Lisa in die Welt gesetzt, den der Pressesprecher schlicht als "angebliche Vergewaltigung" abtut. Dabei unbeachtet bleibt die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft Berlin mittlerweile Anklage gegen einen Verdächtigen wegen "schwerem sexuellen Missbrauch und Herstellung einer kinderpornografischen Schrift" erhoben hat.

 

Doch schon die Behauptung, RT Deutsch habe den Fall in die Öffentlichkeit getragen, ist schlicht eine Lüge, für die sich der Deutsche Journalistenverband nun entschuldigen musste:

 

Schmallippige Entschuldigung bei RT Deutsch und den Lesern des DJV-Blogs.

 

Die knappen Absätze sorgten unter kritischen Medien durchaus für Furore, ohne welche es wohl nicht zu der halbherzigen Entschuldigung gekommen wäre. "Eine Ohrfeige für den Journalismus" nannte etwa Jens Berger auf den NachDenkSeiten den Kommentar und bezeichnete die Tatsache, dass der Pressesprecher des DJV Fake News verbreitet, als "peinlich".

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