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Onlinehandel als wichtigster Trend in der Modebranche!

Liebe Leser,

die Modebranche steht im Zeichen des Wandels. Seit etwa 10 Jahren sinken die Absätze des klassischen Bekleidungsgeschäfts. Gleichzeitig gewinnt der Onlinehandel jährlich Marktanteile dazu. Allein im Jahr 2017 rechnen Experten mit Wachstumsquoten des Onlinehandels zwischen 10 und 13%. 2020 soll bereits jedes 3. Kleidungsstück online bestellt werden. Vor allem die Verknüpfung der Offline- und Onlinewelt wird immer bedeutender.

Die Zara Konzernmutter Inditex nimmt eine Vorreiterrolle in Bezug auf Omni-Channel- Systeme ein. Bereits vor 10 Jahren wurde der Trend zum E-Commerce erkannt und kapitalisiert. Seitdem meldet Inditex Jahr für Jahr neue Rekorde. Nach einer kurzen Verschnaufpause verzeichnet auch der schwedische Modekonzern H&M wieder steigende Margen. Besonders die Ausweitung der Onlinestores sorgt für profitables Wachstum.

Am Beispiel Ahlers erkennt man die Folgen eines verpassten Trends. Seit einem Jahrzehnt tritt der Kleidungshersteller auf der Stelle. Der Umsatz stagniert, die Gewinne kratzen an der Nulllinie.

Privatkonsumenten lassen die Modebranche außen vor

Weite Teile der Eurozone meldeten im vergangenen Jahr einen Anstieg der privaten Konsumausgaben. In Deutschland sind die Ausgaben der Privaten sogar primärer Wachstumstreiber. Dennoch muss der stationäre Modehandel jährlich mit sinkenden Erlösen kämpfen. Für das vergangene Jahr wird mit einem Umsatzrückgang von rund 2% gerechnet. Während die Absatzzahlen steigen, sinken die Durchschnittspreise.

Der aggressive Konkurrenzkampf im stationären Einzelhandel und besonders der steigende Preisdruck seitens E-Commerce drücken kräftig auf die Margen. Die Modehändler reagieren auf breiter Front mit Sparmaßnahmen und Neuausrichtungen. Gerry Weber rutschte im angespannten Branchenumfeld in die Verlustzone. Der führende Damenoberbekleidungshersteller muss jedoch auch mit hausgemachten Problemen kämpfen. Der Fokus wurde zu sehr auf die Expansion gelegt, wichtige Trends wurden verpasst und der Großhandel vernachlässigt.

Spätsommerliches Wetter sorgt für Umsatzeinbrüche im vergangenen Geschäftsjahr

Die Modebranche blickt auf eine schwierige Herbst-/Wintersaison zurück. Das spätsommerliche Wetter machte vielen Händlern einen Strich durch die Rechnung. Vor allem im unüblich warmen September verbuchten viele Modekonzerne starke Umsatzrückgänge.

Neben zusätzlichen Lagerkosten mussten vermehrt Rabatte gewährt werden, um die kaum benötigte Übergangskleidung an den Kunden zu bringen. Besonders sensibel reagieren bereits angeschlagene Kleidungshersteller auf saisonale Schwankungen. Adler meldete im 3. Quartal einen Umsatzrückgang von 9,5%. Der Verlust hat sich mehr als verdoppelt.

Auch Luxusmodehersteller Hugo Boss kämpft mit schwindenden Umsätzen. Vor allem im Geschäftsbereich Großhandel gingen die Absätze zurück.

Die Spreu trennt sich vom Weizen

Aufmerksame Unternehmen, die Trends früh erkennen, werden besonders in schwierigen Marktsituationen belohnt. Während Ahlers, Gerry Weber, Hugo Boss und Adler Marktanteile abgeben, melden Inditex und H&M jährlich neue Rekordumsätze. Unser Favorit bleibt der margenstarke spanische Modehersteller Inditex.

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