Bald beginnt die WM. Die Grills werden angeworfen, Großbildschirme in die Gärten gestellt und wir tragen Trikots in Schwarz-Rot-Gold. Und ruckzuck bist du in den Augen der Linken „rechtsradikal“.
Von Meinrad Müller
Die Kultur des Deutschen Selbsthasses
Wer seine deutschen Landsleute nicht hasst oder auch nur den Anschein erweckt, er würde deren Deutschsein gutheißen, macht sich verdächtig.
Mitleid wäre eigentlich die richtige Bezeichnung. Doch weil Millionen sich gegenseitig hassen müssen oder sollen, bleibt nur eine pathologische Beschreibung.
Das Problem mit Schwarz-Rot-Gold
In unserer Straße hat ein Italiener ein kleines Bistro eröffnet. Am Schaufenster weht selbstverständlich die italienische Flagge. Das normalste der Welt. Hängte hingegen ein Deutscher die eigene Flagge hinaus, müsste er mit Steinen, Farbschmierereien oder zumindest mit Denunziation rechnen.
In den USA hängt der Sternenbanner vor fast jedem zweiten Haus – stolz und ungeniert. In Deutschland ist schon das Zeigen der eigenen Fahne ein Skandal.
Umerziehung beginnt schon in der Schule
In deutschen Schulen hängt keine einzige Deutschlandflagge. Stattdessen findet dort die systematische Aberziehung statt. Das zeigte sich besonders krass 2006 am S-Bahnhof Waidmannslust: Fünftklässler sangen spontan die Nationalhymne. Die Lehrerin fuhr sofort dazwischen: „Das könnt ihr zu Hause machen, aber nicht hier.“
Fußball – die letzte erlaubte Bastion des Deutschseins
Genau diese unterdrückte Normalität zeigte sich 2006 beim „Sommermärchen“. Balkone mit Flaggen, Autos mit schwarz-rot-goldenen Spiegelüberziehern, Menschen, die gemeinsam die Hymne sangen. Für wenige Wochen durften die Deutschen endlich sie selbst sein.
Zwanzig Jahre später landet genau dieses Fest auf der Anklagebank. Achim Muth fragt in der Augsburger Allgemeinen ernsthaft, ob die WM 2006 ein „Nährboden“ für die AfD gewesen sei. Das ist psychisch krank.
Die psychisch angeschlagenen Kommentatoren
Solche Texte verraten mehr über ihre Verfasser als über die Realität. Teile des linken und medialen Milieus haben offenbar ein pathologisches Problem mit jedem sichtbaren Deutschsein. Man fragt sich: Schreiben sie aus Überzeugung oder einfach, weil man im links-grünen Milieu nur so Applaus und Karriere bekommt?
Und dann die Heuchelei mit der Bundeswehr
Wenn jedoch über 18-Jährige per Brief zur Bundeswehr eingeladen werden, dann sollen sie plötzlich strammstehen, vor dem schwarz-rot-goldenen Stoff in der Kaserne. Dann dürfen sie ihr Leben riskieren, um auch jene Linken und Selbsthasser zu verteidigen, die ihnen jahrelang das Bekenntnis zu ihrem eigenen Land madig gemacht haben.
Eine Gesellschaft, die ihren Kindern das Singen der Nationalhymne verbietet, erzeugt auf Dauer nur Entfremdung und Gegenreaktionen. Der Mensch braucht Zugehörigkeit und Symbole, zu denen er sich offen bekennen darf.
Das Sommermärchen 2006 war kein nationalistischer Sündenfall. Es war der kurze Moment, in dem Deutschland sich wie ein normales Land fühlen durfte. Dass genau dieser Moment bis heute pathologisiert wird, zeigt eines klar: Der deutsche Selbsthass ist noch lange nicht überwunden.
Und genau dagegen richtet sich meine Wut.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



