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Amazon-Boss will Tesla-Chef überholen: Was ist für Aktionäre drin?

Liebe Leser,

in der vergangenen Woche kündigte Amazon-Boss Jeff Bezos an, dass er sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin mit 2,5 Mrd. Dollar aus der Privatschatulle sponsern will. Das Geld will er aus Verkäufen eines Teils seines Amazon-Aktienpaketes beisteuern. Da frage ich mich gleich: Was ist für Aktionäre drin? Denn die Amazon-Aktie gilt derzeit als eines der begehrtesten Wertpapiere am Markt.

Wozu Blue Origin das Geld benötigt

Aus Anlegersicht ist zunächst einmal interessant, wozu Bezos das Geld genau verwenden will. Denn das Unternehmen Amazon verdankt seinen hohen Wert unter anderem den visionären Ideen seines Anführers. Blue Origin plant, ab 2018 Passagierflüge ins Weltall anzubieten. Die Raketen sollen bis zu 6 Fluggäste gleichzeitig transportieren. Um die Rentabilität zu gewährleisten, müssen die Transporter allerdings wiederverwendbar sein. Solch ein Coup ist kürzlich Elon Musks Konkurrenzfirma SpaceX gelungen. Bezos‘ Geld dient nun dazu, diese entscheidende technologische Entwicklung zu ermöglichen.

Wie der Aktienverkauf vonstattengehen soll

Jeff Bezos will das besagte Aktienpaket mit einem Wert von 2,5 Mrd. Dollar in diesem und dem nächsten Jahr in mehreren Tranchen abstoßen. Der Mann wird dadurch nicht wirklich ärmer. Im schlimmsten Fall gilt er dann nicht mehr als zweitreichster Mann der Welt hinter Bill Gates, sondern fällt mit seinem Vermögen auf Rang drei hinter Warren Buffet zurück. Bis heute gehören dem Amazon-Gründer 17 % an seiner Firma, was einem aktuellen Wert von rund 73 Mrd. Dollar entspricht.

Wenn aber Bezos solch ein Volumen auf den Aktienmarkt wirft, könnte Bewegung in den Aktienkurs kommen. Eine Chance für Privatanleger, bei dieser begehrten Aktie beherzt zuzugreifen? Bedingt. Denn Sie können davon ausgehen, dass auch große Hedgefonds, Banken und institutionelle Anleger bereits Witterung aufgenommen haben. Denkbar ist, dass Bezos mit diesen Marktteilnehmern einen direkten Deal abschließt, um sein Paket zum Fixpreis zu veräußern.

Dennoch dürfte es rund um die Tage der Veräußerungen zu kräftigeren Kursausschlägen kommen angesichts des Volumens. Und längerfristig gesehen gelangen mehr Aktien in den Streubesitz. Wer also nicht vor dem hohen Nominalwert des Anteilscheins zurückschreckt, dem eröffnet sich in Zukunft möglicherweise die eine oder andere interessante Gelegenheit.

EinBeitrag von Mark de Groot.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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