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Bossard der Schweizer Überflieger in Teslas Windschatten!

Liebe Leser,

der deutsche Leitindex DAX konnte heute leicht zulegen. Das Plus wäre noch größer gewesen, wenn der DAX-Wert Daimler die zwischenzeitlich kräftigen Kursgewinne hätte verteidigen können. Doch die sensationell guten Zahlen, die Daimler für das 1. Quartal präsentiert hat, reichten (noch) nicht, um die Daimler-Aktie Richtung 70 Euro zu treiben. Die Investoren ignorieren noch die starken Daimler-Zahlen und blicken auf einen US-Konkurrenten. In den vergangenen Wochen ist viel über den US-amerikanischen Elektro-Autobauer Tesla geschrieben und geredet worden. Wenn Sie den „Schlussgong“ schon länger verfolgen, kennen Sie meine Meinung zu Tesla.

Für diejenigen, die meine Meinung zu Tesla noch nicht kennen, hier die Kurzform: Die Bewertung der Tesla-Aktie ist derzeit astronomisch hoch. Nur wenn Tesla seine extrem ambitionierten Ziele zukünftig erreichen kann, winken weitere Gewinne mit der Tesla-Aktie. Wenn jedoch plötzlich ein Haar in der Suppe auftaucht, ist die Fallhöhe ebenfalls astronomisch hoch. Was ich damit sagen will: Wenn Tesla die Ziele nicht erreichen kann, werden die Tesla-Aktionäre sehr viel Geld verlieren. Da ich das Chance/Risiko-Profil der Tesla-Aktie für relativ unattraktiv halte, empfahl ich in meinem Börsendienst „Depot-Optimierer“ vor einiger Zeit die Aktie eines Schweizer Unternehmens, das ein sehr wichtiger Zulieferer von Tesla ist. Damit bietet das Unternehmen die „Tesla-Chance“ und war zum damaligen Zeitpunkt gleichzeitig sehr moderat bewertet.

Wichtiger Zulieferer von Tesla

Die Rede ist von Bossard. Bossard ist ein Schweizer Verbindungstechnik-Spezialist, der enorm von der steigenden Produktions-Stückzahl bei Tesla profitiert. Denn aktuell stecken in jedem produzierten Tesla-PKW Verbindungsteile von Bossard in einem Wert von 500 bis 600 Schweizer Franken (CHF). Das spiegelt sich auch im aktuellen Zahlenwerk von Bossard wider. Das auf industrielle Verbindungs- und Montagetechnik spezialisierte Unternehmen erzielte im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 198 Mio. CHF und übertraf damit deutlich die Durchschnittsprognose der Finanzanalysten.

Der Umsatz legte gegenüber dem bereits sehr starken Vorjahresquartal noch einmal um 16% zu. Die größten Fortschritte erzielte Bossard in Amerika. Der Umsatz stieg dort um 30% auf 57 Mio. CHF. Die Hälfte stammte aus der Übernahme von Arnold Industries. Zum organischen Wachstum (also ohne Übernahmen) trug vor allem das Geschäft mit Tesla bei. Wie bereits angesprochen, liefert Bossard sämtliche Verbindungselemente wie z. B. Schrauben und Nieten an Tesla.

Jahresprognose könnte übertroffen werden

Trotz des fulminanten Jahresstarts hält das Bossard-Management zunächst an der Jahresprognose fest. Diese sieht ein Umsatzwachstum von 8 bis 9% auf 750 bis 760 Mio. CHF für das laufende Jahr vor. Bossard-Finanzchef Stephan Zehnder deutete aber bereits an, dass die Prognose erhöht werden könnte, falls das 2. Quartal ebenso gut ausfällt wie das 1. Quartal. Beim operativen Gewinn erzielte Bossard im vergangenen Jahr eine Marge von 11,3%. Diese soll im laufenden Jahr zwischen 11 und 12% liegen. Ich rechne damit, dass eher das obere Ende als das unter der Prognosespanne erreicht wird.

Da schon sehr viel Positives im Kurs der Bossard Aktie eingepreist ist (die Aktie legte allein in den vergangenen 10 Monaten um mehr als 90% zu), ist ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau jedoch nicht mehr sehr aussichtsreich (warten Sie auf Rücksetzer in schwachen Marktphasen). Wenn Sie die Bossard-Aktie in Ihrem Depot haben, ist es aus meiner Sicht ratsam, daran festzuhalten.

EinBeitrag von Rolf Morrien.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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